Archiv für November 2009
Foto: Harry Hautumm/pixelio.de
Moderates Ausdauertraining, leichte Gewichtsreduktion, weniger Alkohol und kein zusätzliches Salz – damit kann fast jeder Bluthochdruck ohne Medikamente therapiert werden, sagte Professor Peter Dominiak von der Lübecker Universitätsklinik vor kurzem anlässlich der Hochdruckliga-Tagung.
Denn Übergewicht ist einer der größten Risikofaktoren bei Bluthochdruck. Mit jedem reduzierten Kilo Körpergewicht sinke der Blutdruck um 1,5 mmHG. Für den motivierenden Therapieerfolg ist es wichtig, kleine Schritte anzuvisieren, so Dominiak. 1 kg pro Monat sei ein guter Erfolg und zudem beuge man einer Insulinresistenz und einer Diabetes Mellitus-Erkrankung vor. Dazu täglich nur 20 Minuten Fahrradfahren, schnelles Spazierengehen, Schwimmen oder langsames Joggen und der Hochdruck reduziert sich nochmals um 5 mmHG. Schränkt man dazu noch den Alkoholkonsum auf 20 gr für Frauen und 30 gr für Männer täglich ein, so lässt das den Blutdruck nochmals um 5 mmHG purzeln – und man kann immer noch einen Schoppen Wein am Abend genießen.
Weitere 5 mmHG kommen hinzu, wenn man auf zusätzliches Salz beim Essen verzichtet… “nach nur 4 Wochen merkt man das gar nicht mehr”, sagt Dominiak , der selbst unter Bluthochdruck leidet, aus eigener Erfahrung. Alle Maßnahmen konsequent zusammen bei guter Motivation angewendet, können den Bluthochdruck um bis zu 30 mmHG pro Jahr senken, das schafft kein Medikament, ist der Kongress-Präsident überzeugt. Bei leichten Hypertonikern mit guter Motivation könne man durchaus versuchen, zunächst ohne Medikamente den Hochdruck in den Griff zu bekommen.
Also runter von der Coach, ran an den (Körper)Speck, meint gzi-kielnotiert, die ohnehin auf Salz locker verzichten kann… Die Adventszeit muss man ja nicht gleich verbissen angehen – aber als Vorsatz für 2010 wären diese Aussichten doch eine große Motivation.
Manchmal habe ich das Gefühl, nicht ganz “im Film” zu sein. Irgendwie zu alt, nicht trendy und Technikfreak genug und wahrscheinlich vor allem nicht cool genug. Heute morgen las ich in der Zeitung über Eckernförde “Flashmobber stürmten McDonalds”. Ich muss gestehen, bislang hatte ich noch nie was von Flashmobs, Blitz-Pöbel, gehört, geschweige denn eine Einladung/Message dazu bekommen… Nicht, das ich das wollte, aber Dank der “guten alten Zeitung” weiß ich jetzt immerhin, dass es sowas gibt.
Über social-media-networks oder Handy verabreden sich mehr oder weniger junge Leute zu kurzfristigen unpolitischen Massenveranstaltungen. Begonnen haben Flashmobs – natürlich – in den USA. Vor sechs Jahren stürmten da 200 junge Leute eine Hotel-Lobby inNew York, beklatschten die verdutzten Gäste minutenlang und verschwanden dann wieder. Inzwischen werden fast täglich auch überall in Deutschland Flashmobs organisiert, meist friedlich, ohne Schaden, denn die jungen Leute wollen eigentlich nur Spaß haben, mal was losmachen und sehen, was sich so alles entwickelt.
Dank SchülerVZ, StudiVZ, facebook und weil jedes Kind heutzutage schon ein eigenes Handy und Computer besitzt, ist es möglich, zu Massenveranstaltungen aufzurufen, ohne sie groß vorher planen zu müssen und die Dauer dieser “Demos” beläuft sich auch nur auf ein paar Minuten: blitz/flashartig geht eben alles vonstatten. 500 Jugendliche trafen sich Freitag in Eckernförde, der Organisator hoffte auf die doppelte Zahl, aber das schlechte Wetter schreckte manchen Flashmobber wohl ab. In Schleswig-Holstein scheinen bislang Flashmob Veranstaltungen in den Städten Kiel, Kübeck, Bad Segeberg, Heide, Neumünster, Flensburg und Oldenburg stattgefunden zu haben… Wenn allerdings ein politischer Hintergrund besteht – wie jetzt häufiger bei den Bildungsstreiks, die diese Organisationsform auch für sich entdeckt haben, wie eine Veranstaltung am 11.11. mit 60 laut rezitierenden Schülern am Kieler Hauptbahnhof zeigte, sind das im engeren Sinne keine Flash- sondern Smart Mobs…
Wir waren gestern in der Atelierausstellung einer guten Bekannten, Dagmar Gunkel. Sie hat Sozialwissenschaften und Kunstpädagogik an der Universität Bremen studiert und 1988 ihr 2. Staatsexamen gemacht. Seit 1996 ist sie freie Malerin und hat Gruppen- und Einzelausstellungen in Paris, Brüssel, Hamburg, Bielefeld, Herford und in vielen Orten in Schleswig-Holstein gemacht. Ihr jetziges Atelier ist im Hinterhof der Gerhardstraße 85 in Kiel und ihre Bilder sind echt klasse! Übrigens hat der NDR schon 30 ihrer Bilder zur Requisite verschiedener Borowski-Tatorte geliehen. Also Augen aufgesperrt, was in den Filmen so an Bildern zu sehen ist… die Schlange zum Beispiel – zu lesen auch bei rundumkiel – haben auf diese Weise bereits über 10 Millionen Menschen gesehen. Genial.

Dagmar Gunkel: Rot auf weiß
Aber auch sonst gefallen mir ihre Bilder einfach, mit ganz unterschiedlichen Techniken kreiert und teilweise auch witzig. Ihr Motto des letzten Jahres: fließend und begrenzen… Voller ungewöhnlicher Aspekte. So habe ich eine tolle Idee bekommen, was ich demnächst mit alter Bettwäsche mache. Ich bringe sie zu Dagmar und die macht wertvolle Bilder daraus. Rot auf Weiß ist der Titel dieses großen Bildes: Roter Untergrund, rot-rosa-weiß karrierte Bettwäsche, die urspünglich als Putzlappen enden sollte…, bis ihr der geniale Geistesblitz einer viel besseren Verwendung kam. Darüber weiß gemalt und ein Spritzer rot. Was sich so leichtflüssig liest ist überhaupt und gar nicht so einfach umzusetzen und vor allem äußerst schwierig, erst einmal diese Idee zu bekommen. Viele weitere tolle Bilder in grünen, blauen, bunten Farben und Schattierungen, großflächig oder haarfein gezeichnet – ach, wäre ich doch auch künstlerisch begabt, wünsche ich mir jedesmal, wenn ich so etwas sehe. Aber umso besser, wenn man dann weiß, wohin man gehen kann, will man einfach mal wieder inspirierende Kunst sehen.
Wer freute sich nicht als Kind (und vielleicht noch heute), wenn man einen Adventskalender bekam, der das Warten auf Weihnachten verkürzte? Selbstgebastelt oder gekauft mit bunten Bildchen und/oder Schokolade? Ich fand es jedenfalls toll und konnte oft vor Aufregung kaum einschlafen, weil ich so neugierig war, was am nächsten Morgen hinter dem Türchen sein könnte. Was es mit den Adventskalendern auf sich hat, das verrät ab heute, 22. November, passend zur Vorweihnachtszeit, eine Ausstellung. Oder weiß vielleicht jemand, dass erste überlieferte Adventskalender 1890 entstand, als die Mutter von Gerhard Lang ihrem Sohn das Warten auf den Heiligabend versüßen wollte und exakt 24 Plätzchen auf einen Karton nähte… Dies und weit mehr kann man nun in dieser tollen weihnachtlichen Ausstellung im Volkskunde Museum in Schleswig bestaunen.
Sie zeigt die Geschichte aus 100 Jahren Adventskalender in Schleswig-Holstein mit vielen modernen aber auch über 200 historischen Adventskalendern. Lang hat anscheinend nie die schöne Geste seiner Mutter vergessen, denn 1903 schuf er den Urtyp des klassischen Adventskalenders, meist waren es Abreißkalender. Die Türchen zum Öffnen setzten sich erst um 1920 durch. Die Ausstellung beleuchtet aber auch die Anpassung der Adventskalender an die jeweiligen geschichtlichen und politischen Begebenheiten: So in der NS Zeit, als sich das christliche Kreuz zu einem Hakenkreuz wandelte oder in einem Kalender 1945, in dem beim Türchen mit der 24 nur Maria mit dem Kinde gezeigt wurde – der Vater fehlt wie in so vielen Familien damals. Die Ausstellung ist ab 22. November (außer montags) von 10-16 Uhr (Wochenende bis 17 Uhr) geöffnet. Für Kinder werden zudem Adventskalenderbasteln und Backen angeboten.
Wie rundumkiel im Selbsttest “Nackte Tatsachen, zu schwer” feststellte, haben wir alle ganz schön viel Fett.
Aber nun las ich eine unglaubliche aber wahre Gruselstory: In Peru ist eine Gangsterbande aufgeflogen, die möglicherweise Dutzende von Menschen ermordet hat, um den Opfern das Fett “abzusaugen” (das Fett wurde Medienberichten zufolge über Feuer geschmolzen und in Wannen aufgefangen). Dies wurde dann in leere Limoflaschen gefüllt und an Kosmetikfirmen in Europa verkauft: für 15.000 Dollar (10.000 Euro) je Liter, sagte die Polizei. Bei einem schlanken mann mit ca. 10Litern fett macht das locker 100.000 Euro.
Wie die peruanische Presse berichtet, gestanden die Festgenommenen die Ermordung von mindestens fünf Menschen. In zentralperu, ca. 400 km von Lima, wo die Bande ihr Unwesen trieb, werden noch weitere 60 Menschen vermisst, zumeist arme Bauern. Dabei stellt sich aber gleich die Frage: Warum das alles? Menschenfett wird schon lange nicht mehr für Salben oder ähnliches verwendet. Und falls es doch noch jemand brauchen sollte, ist genügend davon auf legalem Wege in Europa zu bekommen. Nämlich über die vielen Schönheitskliniken, die ihren Patienten die überflüssigen Wohlstands-Pfunde absaugen. Der Clou bei diesen Kliniken: Sie saugen das Fett an einer Stelle, an der es stört für ein fettes Honorar ab – und spritzen es gegen Falten an anderer Stelle, ebenfalls für fettes Geld, wieder ein. Für das Faltenunterspritzen muss Eigenfett genommen werden, weil es sonst zu Immunreaktionen kommen an.
Die Polizei sagt, die Käufer des peruanischen Menschenfetts seien Firmen in Euroa, unbestätigterweise primär Italien, möglicheweise auch Deutschland, gewesen. Menschliches Fett wird auch für einige Kunstwerke genutzt – aber auch dafür bekommt man normalerweise das fett legal aus Kliniken. Es bleibt eine skurrile, gruselige Sache, diese Morde und die Frage nach dem Verbleib des Fetts. Da krieg ich doch lieber auf andere Art und Weise mein Fett weg …

Weihnachtssterne gehören einfach dazu...
Heute – nein eigentlich gestern – begann für mich so langsam mein persönlicher Weihnachts-Countdown… Gestern habe ich meinen Wurzelstamm und die Schalen für die Adventsgestecke zur Gärtnerei gebracht, damit bis zum nächsten Wochenende – 1. Advent – die Gestecke fertig sind. Und an diesem Wochenende ist Adventsausstellung in der Gärtnerei Fester und da gehen wir – jedes Jahr – hin, um uns anzuschauen, wie der Trend bei den Adventsgestecken ist, den einen oder anderen Schnickschnack zu kaufen, einen Weihnachtsstern beispielsweise nehme ich in jedem Fall mit.
Außerdem gibt es Punsch und Erbsensuppe, Spekulatius und Lebkuchen, man trifft Gott und die Welt bei der Ausstellung, kann ein bisschen schnacken. Hübsch dekoriert ist es, viele Lichterketten leuchten und mit den vielen, vielen Gestecken, Weihnachtssternen und für diese Jahreszeit so typischen Amarillen ist es einfach wunderschön anzuschauen.

Liegen voll im Trend: Weiße Adventsgestecke

gzi-kielnotiert favorisiert die tradionelle rote Deko
Lasst es Euch sagen. Der Trend dies Jahr ist weiß. Weiße Kerzen, weiße Engel, weiße Deko. Aber persönlich mag ich ja lieber rot… habe für uns auch rote Kerzen bestellt – wie (fast) jedes Jahr. Wir haben auch drei Gestecke: eines in der Küche für den Frühstückskaffee und am Wochenende Frühstück, im Esszimmer und im Wohnzimmer natürlich. Aber das kommt ja alles erst Ende nächster Woche…
Denn Montag um 7 Uhr kommt ja erst noch der Maler und muss das Esszimmer nach einem Wasserschaden streichen… danach ist Putzorgie angesagt – aber Freitag werde ich dann mein Haus auch adventlich dekorierenn, abends kommen dann Gäste und da beginnt für mich dann langsam der Advent… Aber hier erst mal eine kleine Auswahl Bilder aus der Austellung…

Rote Amarillen dürfen keinesfalls fehlen im Advent!

1. Jetzt hätte ich gerne - mindestens – zwei Wochen Urlaub.
2. Verdammt… !; Das ist aber gemein würde man mich meistens sagen hören, wenn ich mir den nackten Zeh anstoße.
3. Der Besitz von reichlich Humor und goodwill ist oftmals unerlässlich, um den Alltag unbeschadet zu überstehen.
4. Nie gehört, muss ich den kennen?: Captain Jack Sparrow.
5. Glühwein und Kälte passen zusammen wie Sangría und heißes Spanien.
6. Ich mache weiter immer und immer weiter.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Lauftreff, morgen habe ich eine Atelierausstellung einer Bekannten geplant und Sonntag möchte ich nach dem Seminar abends schön gemütlich zu Hause essen und Rotwein trinken!
Freitags-Füller ist eine Idee von BARBARA
Gestern Abend haben wir herzhaft gelacht. Gestern Abend haben wir die Niederdeutsche Bühne in Neumünster besucht und Agathe un ik gesehen. Herrlich verquer! Ich bin froh, dass ich Plattdeutsch noch verstehen kann, sprechen kann ich diese Sprache leider nicht. Ja, Plattdeutsch ist eine eigenständige Sprache, kein Dialekt! Mein Vater spricht sie, meine Mutter konnte das Plattdütsche nicht so gut, denn Oma wollte, dass meine Mutter anständig sprechen lernt und man sollte schon als Kind merken, dass sie bessere Bildung genießt. Das galt dann auch für mich…
Heute hat das Platt- oder Niederdeutsch wieder mehr Fürsprecher. So wird es am 24. Novemer ab 18 Uhr eine Veranstaltung im Kieler Landeshaus geben, die sich damit beschäftigt, ob man Niederdeutsch schon in den Kindertagesstätten als zweite Sprache verankern sollte und kann. Ich fände das super, denn Kinder lernen diese Sprache leicht und spielerisch und wegen vieler dem Englischen ähnlicher Worte, kann es auch für das Englischlernen später hilfreich sein.
Landtagspräsident Torsten Geerdts und die ehemalige Vizepräsidentin Frauke Tengler werden die Interessierten begrüßen und dann sollen vier Vorträge das Thema beleuchten. Zunächst spricht die Leiterin des Plattdütskbüro der Ostfriesischen Landschaft, Cornelia Nath aus Aurich, über ,,Frühe Mehrsprachigkeit Niederdeutsch”. Danach berichtet Marita Marxen über die ,,Entwicklung der Mehrsprachigkeit in den Kindertageseinrichtungen des ADS-Grenzfriedensbundes”. Der Sprecher des Bundesrates für Niederdeutsch, Dr. Reinhard Goltz, befasst sich anschließend mit dem Thema ,,Plattdeutsch eine Sprache für heute und morgen”. Zum Abschluss gibt Renate Poggensee, Leiterin des ADS-Kindergartens in Tönning, ihre Erfahrungen weiter: ,,Vun Anfang an höört Platt dorto Ein Kindergarten mit zwei Sprachen”. Für Musik sorgen ,,De Inspringers” aus Nordfriesland. Durch das Programm der Veranstaltung führt der Journalist und Niederdeutsch-Experte Norbert Radzanowski.
Bei Herrn Schonzeit habe ich einen interessanten Blick durch’s Wohnzimmerfenster werfen dürfen auf die Kieler Landeszentralbank, den Hauptbahnhof und den Schornstein der Color Fantasy. Das regte mich bei strahlendem Sonnenschein und blauen Himmel an, meinen Blick vom PC-Bildschirm zu lösen und einen Blick nach draußen zu werfen. Und was sah ich? Aus dem Arbeitszimmer war das Gesehene eher unspektakulär: Zwei parkende Autos auf der anderen Straßenseite, Nachbarhäuser…

Blick aus dem Arbeitszimmerfenster

Blick aus dem Wohnzimmer auf Voliere mit Kanarien und Feigenbaum
x

Aus dem Esszimmer sieht man die wunderschönen drei alten Akazienbäume
xx
x
x
x
x
x
x
xx
x
x
Ein schlechtes Gewissen bekam ich jedoch, als ich aus dem Wohnzimerfenster schaute: Da saßen viele, viele Kanarienvögel auf der Stange in der Voliere und hatten Hunger, ganz viel Hunger. Immerhin hat der Feigenbaum untenrum schon einen dicken Laubschutz für den Winter. Flugs habe ich den Eimer mit dem Kanarienvogelfutter geholt und bin nach draußen geeilt, zum Füttern. Der Weg führt mich durch’s Esszimmer und da geht mir immer das Herz auf, wenn ich rausschaue auf die drei riesigen alten Akazienbäume, die sich jetzt bizarr und scharf ohne Laub vor dem wolkenlosen, hellen Himmel abheben. Schön ist’s – und vor allem bei solchem tollen Wetter.

Money Money ...
Was verleiht man/Mann nicht? Füller, Frau und Fahrzeug? Ein anderes Sprichwort sagt: Geld regiert die Welt und beim Geld hört die Freundschaft auf – aber nach einer Umfrage des Magazins “Readers Digest” gilt dies nur für die Hälfte der Deutschen. Mehr als jeder Zweite (54 Prozent) würden einem Freund in Not 1000 Euro leihen. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland wären sogar 64 Prozent bereit, Freund oder Freundin finanziell zu unterstützen. Die als knauserig bekannten Baden-Württemberger liegen mit 50 Prozent unter dem Durchschnitt.
Großzügig ist unser Volk auch, wenn es darum geht kostspielige Werkzeuge wie eine Bohr- oder Nähmaschine zu leihen. Letzteren Fall hatten wir gerade im Bekanntenkreis, da war das Ding statt ein paar Stunden auf einmal zwei Monate weg und erst das Nachfragen brachte das Maschinchen wieder in heimische Gefilde. Nicht, dass ich es gebraucht hätte, aber… Auch bei der Frage, ob dem Freund geholfen werde, wenn dessen Fotoapparat kurz vor einer Reise kaputt geht, zeigten sich die 1006 Befragten generös: 80 Prozent würden ihm die eigene Kamera mit auf den Weg geben. Aber das Auto, ja da stellen wir uns auf einmal an, das wird nicht so leicht herausgerückt. Nur 54 Prozent, würden einem Freund den eigenen fahrbaren Untersatz anvertrauen. In Sachsen und Thüringen rücken sogar zwei von drei Befragten den Schlüssel nicht heraus. Aber vielleicht sind wir selbst zwischenzeitlich nur zu faul zum Laufen und es hat gar nichts mit Vertrauen oder der Freundschaft zu tun?












