Archiv für November 2009

Selbstverständlicher Luxus in jedem Haus in unserem Land: Eine Toilette mit fließendem Wasser
Manches mutet auf den ersten Blick skurril an, ist es aber keines wegs. Welttage gibt es mittlerweile für fast alles und seit 2001 ist eben der 19. November der Tag für das “stille Örtchen” (und Gedenktag an die Heilige Elisabeth und Tag der Philosophie). So kann man dann mal ganz im stillen in sich gehen und daran denken, wie gut wir es haben.
Eine saubere Toilette mit Toilettenpapier, funktionierender Spülung, fließendem Wasser und Seife zum Händewaschen sind für uns Selbstverständlichkeiten. In unserer Wohnung haben wir allein drei Toiletten. bei uns in Deutschland freut man sich zurzeit über solch banale Dinge, dass hierzulande mal wieder häufiger zur Seife nach dem Klogang gegriffen wird, weil gerade die Schweinegrippe grassiert. Und wer auf Massenveranstaltungen schon mal die Dixi-Klos aufsuchen musste, weiß wie gut wir es im Alltag haben.
Längst sind bei uns Mietshäuser passé, in denen es noch “Etagenklos” gab. In solchen alten Häusern werden die auf halber Treppe befindlichen ehemaligen Aborte mittlerweile als Abstellräume genutzt. Wer denkt aber bei seiner “Sitzung” daran, welch Luxus das eigentlich ist… selbst Dixiklo und Etagentoilette wären Luxus für die 2,5 Milliarden (!) Menschen (die vereinten Nationen sprechen von mehr als 40% der Weltbevölkerung), die keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen und sauberem Trinkwasser haben.
Unglaublich, trotz des schrecklichen Unwetters mit Sturm und Starkregen starteten gestern um 12:10 Uhr Marc Mertens, René Hiepen, John Achtendung und Joey Kelly von der Kieler Sparkassenarena Richtung Köln; 608 lange Kilometer vor sich. Nein, nicht mit dem Auto, zu Fuß, laufend… 3,5 Tage immer non stop immer einer laufend, ca. 7 km/h der geplante Durchschnitt.
Die vier Spitzensportler nehmen an dem Cellagon-Spendenlauf teil, der Part des RTL-Spendenmarathons ist und Kindern in Not hilft. Hiepen ist als Sportmoderator leidenschftlicher Marathonläufer, Kelly Extremsportler, Mertens Radprofi und Achtendung Marathonläufer. Im ständigen Wechsel wird rund um die Uhr immer einer der Promis auf der Strecke sein. Versorgt und begleitet werden die Läufer von einem 8-köpfigen Team, dem neben einem Physiotherapeuten auch ein eigener Koch angehört. Bei Dunkelheit werden die Läufer von einem Fahrzeug mit Beleuchtung eskortiert.
Am Freitag werden die Läufer live in die große Finalsendung des RTL-Spendenmarathon einlaufen und gemeinsam mit Cellagon-Geschäftsführerin Frauke Berner einen Scheck über 100.000 Euro für die Unterstützung von Kinderhilfsprojekten in Deutschland und der ganzen Welt überreichen. Auch Reiner Calmund ist dabei. Er begleitet die Läufer am Start und wird auch am Ziel vor Ort sein. Zu verfolgen ist das ganze auch über http://twitter.com/CellagonLauf und hier kann man eine Bildergalerie einsehen.
Sandy ist traurig und glücklich zugleich. Sandy ist eine kleine Brillenpinguin-Dame im Allwetter-Zoo Münster. Ihr Pinguin-Partner Tom ist kürzlich verstorben und seitdem hängt ihr Herz wieder an ihren Tierpfleger Peter Vollbracht. Die kleine Dame von knapp 50 cm Höhe umwirbt den 47-jährigen heftig und weicht ihm nicht von der Seite. Pinguine leben monogam und sind sehr treu. Vollbracht war schon einmal Sandys Bezugsperson, als sie 1996 als 5-monate altes Pinguinküken in den Zoo kam. Vollbracht brachte ihr damals das eigenständige Fressen bei und meint, Sandy sehe wohl eine Art “Riesenpinguin” in ihm. Damals tourten die beiden als Gespann durch Talkshows und Kindergärten und brachten dem Zoo viel Publicity. Dies änderte sich, als Vollbracht längere Zeit krank war. Da verliebte sich Sandy in den Artgenossen Tom und lebte fortan wie ein normaler Pinguin 10 Jahre mit ihm glücklich und zog sogar zwei Küken auf, bis Tom nun starb. Da erinnerte sie sich wieder an ihren damaligen Beschützer. Jetzt hofft Vollbracht, dass Sandy sich in der nächsten Brutsaison wieder in einen Artgenossen verliebt.
Kinder auf dem Schulweg. Foto: Günter Havlena/pixelio.de
Gewalt und Mobbing nimmt auch in Schulen rasant zu. Immer öfter hört man sogar von schon Erpressungen: Es werden Geld oder Markenklamotten gefordert. Weigern sich die Betroffenen, das Gewünschte zu besorgen oder “petzen” gar, gibt es Prügel. Leidtragende sind dabei meist die jüngeren Kinder in einer Klasse, sind diese noch dazu Jungen oder Kinder mit Migrationshintergrund, so ist das Risiko besonders hoch, von den Klassenkameraden drangsaliert zu werden. Dies zeigt eine aktuelle Analyse individueller Schülerdaten von Zehnjährigen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Ausgewertet wurden Daten aus 17 Ländern von zehnjährigen Schülern, die zum Beobachtungszeitpunkt in den meisten Ländern die vierte Klasse besuchten. Sie stammen aus Informationen der Internationalen Grundschul-Leseuntersuchung IGLU, die auch Antworten der Kinder auf einen speziellen Fragenkatalog zu Gewalt und Mobbing in der Schule enthält, sowie aus einer Datenbank internationaler Einschulungsregelungen. Aus der Studie geht hervor, dass jüngere Kinder einer Klasse signifikant häufiger von körperlicher oder psychischer Gewalt in der Schule betroffen sind als ihre älteren Klassenkameraden. Dies gilt insbesondere für Jungen und für Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund. Die Auswertung macht darüber hinaus deutlich, dass diese Kinder, die aufgrund ihres Alters unter Mobbing oder Gewalt leiden, auch tendenziell schlechter in der IGLU-Lesestudie abgeschnitten haben. Die Alterseffekte sind dabei in angelsächsischen Ländern besonders groß, insbesondere in Schottland und England sowie in den einzeln untersuchten kanadischen Provinzen Ontario und Québec. Weitere Informationen unter http://www.zew.de/publikation5403
Rainer Stum/pixelio.de
"Mr. Go" von mad-max/pixelio.de
Bei rot musst Du halten, bei gelb bleibst Du stehn bei grün darfst Du gehen… so haben wir schon in der Schule im Verkehrsunterricht gelernt und nun soll das seit unserer Kindheit verankerte Wissen ganz einfach auf Lebensmitteln übertragen werden. Frei nach was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr werden nun früh verinnerlichte Regeln herausgekramt, um sie auf andere Dinge zu übertragen. Weil Hänschen das gesunde Essen nicht gelernt hat und Hans also zu dick und ungesund is(s)t, muss Hans nun nur noch die Ampel beherrschen, um einen Ausweg aus dem Dilemma zu finden, wie rundumkiel in seinem Artikel Ampeln gegen Diabetes schreibt.
Rot markierte Lebensmittel: stopp! Zu viel Zucker, zu fett, zu salzig, zu wenig Nährstoffe. Gelbe Kategorie: stehenbleiben, bloß nicht zu viel, aber mal, sozusagen als genussreiche Ausnahme. Grün: Zulangen, gesund! Ballaststoffe, Vitamine, geringe Nährstoffdichte, wenig Zucker/Kohlehydrate… Ob wir das hinbekommen?
Aber klar, da muss man auch nicht mehr viel überlegen, nur richtig einkaufen. Vielleicht muss man nicht einmal mehr abwiegen oder rechnen, vielleicht suggeriert das auch, dass Sport gar nicht mehr nötig ist – man lebt ja jetzt ohnehin gesund. Und wie läuft das im Restaurant? Gibt’s da auch Ampeln auf der Speisekarte oder bei Mc oder King, in der Pizzeria, beim Imbiss? Sind die Ampeln gekennzeichnet, ob sie gegen Diabetes (möglichst wenig Zucker) oder gegen Cholesterin (möglichst wenig schädliches Fett) gelten – am besten natürlich beides. Und was ist mit dem gesunden Menschenverstand? Schrillen nicht ohnehin immer unsere Alarmglocken, weil wir ganz genau wissen, das Vieles, was wir uns antun, gar nicht gut ist, sondern einfach nur schmeckt, schnell geht oder eben gerade jetzt genau das Bedürfnis befriedigt, was ein Apfel oder die Möhre eben nicht täte?
Würde jemand bei den Lebensmitteln auf die Ampel achten, sich nach ihr richten? Für einige Menschen wären sie sicherlich hilfreich, um überhaupt einmal einen Anhaltspunkt zu haben. Aber würden die Hersteller wirklich damit genauer und nachvollziehbarer die Verbraucher informieren oder gäbe es nicht in kürzester Zeit ebenso Auswege aus der Informationspflicht, weil unvergleichbare Angaben gemacht würden: Hier Packungsinhaltsangabe, dort nach Portionsgröße, die ohnehin keiner versteht, möglichst so, dass nichts miteinander verglichen werden kann.
Am besten wäre es, Hänschen lernt wieder, sich gesund und vielfältig zu ernähren, so dass Hans sich auch später nicht so leicht zum Ungesunden verführen lässt… Aber das ist in den Köpfen ja mit Arbeit, wenig Geschmack und vor allem mit Verzicht gekoppelt. Und wer will das schon? Da ist grün, gelb, rot doch so viel leichter – wenn man nicht farbenblind ist und sonst kann man immer noch so tun, als ob….

Als Beispiel einer Kirche hier die Paulskirche in Frankfurt
Wenn der Gläubige beginnt, das Weihwasser zu meiden, so zeigt das: Die Angst vor der Schweinegrippe ist auch in den Kirchen angekommen und Gottvertrauen allein hilft nicht unbedingt weiter, um dieser Angst zu begegnen. So gibt es seit letzter Woche erstmals allgemeine Handlungsempfehlungen der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn für den Infektionsschutz in Gottesdiensten. Dennoch herrscht Verunsicherung: Abendmahl, Weihwasser, Mundkommunion, Friedensgruß – wie gefährlich sind diese Riten in Zeiten der Schweinegrippe? In den meisten Gemeinden einigte man sich schnell auf das Abendmahl “Intinctio”: Dabei wird nicht mehr wie üblich aus einem gemeinsamen Kelch getrunken, sondern die Abendmahlsoblate wird nur in den Kelch eingetaucht. Die “Intinctio” ist unbedenklicher als das traditionelle Abendmahl, bestätigt eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums. Für viele aber ebenso wichtig: “Theologisch gesehen ist auch das Abendmahl ‘Intinctio’ ein vollwertiges Abendmahl”, versichert ein Pfarrer. Auch die katholische Kirche passt sich dem Infektionsrisiko an: “Es ist nicht zwingend notwendig, sich beim Friedensgruß die Hand zu reichen, ein freundliches Nicken kann ebenfalls ein Zeichen des Friedens sein”. Eine bistumsübergreifende Regelung gibt es aber nicht. Meistens richtet man sich nach den Handlungsempfehlungen der Bischofskonferenz.
Diese empfiehlt als Grundverhaltensregel: “Wer an der Grippe erkrankt ist oder bei wem der Verdacht auf Erkrankung besteht, soll auf die Teilnahme an Gottesdiensten verzichten. Auch eine Zurückhaltung bei der Nutzung des Weihwasserbeckens in den Kirchen” sei geboten. “Das bedeutet aber nicht, dass die Weihwasserbecken jetzt trockengelegt werden sondern nur, dass Ängstliche es besser nicht benutzen”, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bischofskonferenz.
Bei Schonzeit habe ich ein sehr interessantes Stöckchen gefunden, das ich mir nehmen musste.
Man stelle sich vor, etwas anderes zu sein, dabei selbst ganz neue Perspektiven zu gewinnen und anderen neue Einblicke in sich selbst zu offenbahren.
…ein Wochentag: Freitag – das ganze Wochenende ist zum Greifen nah.
…eine Tageszeit: die blaue Stunde
…ein Planet: die Sonne
…ein Meerestier: ein Fisch (mein Sternzeichen)
…eine Richtung: nicht zurück, nicht im Kreis – geradeaus!
…eine Zahl: 7
…ein Kleidungsstück: ein Ballkleid
…ein Schmuckstück: ein Mondstein
…eine Kosmetik: ein Lippenstift
…eine Blume oder eine Pflanze: Sonnenblume – sie dreht sich immer der Sonne entgegen
…eine Flüssigkeit: ein warmer Sommerregen oder ein Tautropfen
…ein Baum: ein Apfelbaum (Zeichen des Lebens und der Unsterblichkeit)
…ein Vogel: ein Eisvogel
…ein Möbelstück: eine alte Hochzeitstruhe
…ein Wetter: wolkenloser Sonnenschein und kein Wind
…ein mythisches Wesen: eine gute Fee
…ein Tier: ein Hund (bei mir)
…eine Farbe: blau
…ein Element: Feuer
…ein Auto: ein Mercedez Sportwagen
…ein Lied: When you tell me that you love me (Diana Ross)
…ein Film: ein Heinz Rühmann Film
…eine Filmfigur: Tania Blixen
…eine Stimmung: unbeschwert glücklich
…ein Körperteil: eine Hand (helfend oder streichelnd)
…ein Gesichtsausdruck: ein gewinnendes (oder mutmachendes) Lächeln
…ein Schulfach: Deutsch
…ein Gegenstand: ein fesselndes Buch
…ein Wort: Vertrauen
…ein Körpergefühl: wohlige Erschöpfung
…ein Knabbergebäck: Gumminbärchen
…eine Sportart: joggen
…eine Droge: Liebe
…ein Getränk: ein trockener Rotwein
…eine Eissorte: Walnuss
…eine österreichische Stadt: Wien (ich war leider noch nie dort)
…ein Märchen: Momo
…ein Spielzeug: Karten
…ein Land: Spanien
Es war spannend dies Stöckchen zu schreiben und hat länger gedauert, als erwartet…
Ich würde mich freuen, wenn irgendwer das Stöckchen aufsammeln mag und sich selbst hinterfragt „Was wäre, wenn…“

Einladungsplakat zum Konzert
Gestern haben wir den Tag mit einem Gospel-Konzert in der Gettorfer St. Jürgen Kirche ausklingen lassen. Und was soll ich sagen? Es war toll und wurde natürlich ein oh happy day, das als eines der abschließenden Stücke bei einem Gospelkonzert selbstverständlich nicht fehlen durfte!
Seit sieben Jahren ist der Gettorfer Gospel-Chor get spirit unter der Leitung der Osdorferin Christiane Etzold und hat sich in dieser Zeit super entwickelt. Für das Konzert mit dem Titel I trust you war die Kirche mit fast 300 Leuten sehr gut besucht und zum Schluss standen alle und klatschten und jubelten den Sängern und Musikern zu. Ich war begeistert von dem Konzert und wie die Besucher mit den Klängen und Rhythmen mitgegangen sind! Die Kirche war stimmungsvoll mit selbstgebastelten Lampions des evangelischen Kindergartens “Regenbogen” geschmückt und der Chor hatte sich für das Konzert Verstärkung von drei Musikern geholt, so dass sie von Bassgitarre, LiedgGitarre, und Schlagzeug begleitet wurden – zusätzlich zu dem Keyboard, das von der Chorleiterin gespielt wurde. Es war ein stimmungsvolles Konzert, das ein abwechslungsreiches Programm bot: Chor und super Solisten wechselten sich eben so ab wie Stücke, die a capella vorgetragen oder mit Instrumenten begleitet wurden. Auch die vier Herrensolisten aus dem Chor, die selbsternannten nice guys, begeisterten u.a. mit mad world oder falling in love with you. Das Konzert dauerte eine gute Stunde und hätte sicher für viele noch weitergehen können. Vielen bleiben die Klänge u.a. von holy spirit I thirst for you, you are the new day, heavens gate, speak to my heart, take me to the water, breath oder my house sicher noch lange im Ohr. Wir freuen uns jedenfalls auf den nächsten Auftritt von get spirit und werden sicher wieder dabei sein. Mehr über die Chorleiterin Christiane Etzold, die seit kurzem auch Kirchemusikerin der Gemeinde Gettorf ist, kann man hier lesen.
Klein, weiß, rund und kostengünstig sind sie und sie können Leben retten: Die Rauchmelder. Jedes Jahr sterben rund 600 Menschen in Deutschland bei Bränden in Privatwohnungen – davon 80-95% durch das Einatmen von Rauchgas, denn das ist das Gefährlichste bei einem Brand für den Menschen – sie verbrennen, weil sie ohnmächtig wegen der Dämpfe und Gase werden und deshalb dann nicht mehr die Wohnung oder das Haus aktiv selbst verlassen können.
Mit Rauchmeldern kann jeder etwas für seine Sicherheit und die seiner Familie tun. Auch die Aufstellung und Installation ist unproblematisch. Beratungsmöglichkeiten bei der Anschaffung gibt es viele: Dort, wo man Rauchmelder kaufen kann, aber auch bei Schornsteinfegern oder Versicherungsunternehmen. Pflicht sind die Geräte in Schleswig-Holstein bereits jetzt schon in öffentlichen Gebäuden und auch in Neubauten – und bis Ende Dezember 2010 müssen auch private Altbauten mit den lebensrettenden Meldern nachgerüstet werden. Wissenswerte Informationen bietet die Homepage der Kampagne “Rauchmelder retten Leben” . Stiftung Warentest hat bereits im November 2002 Rauchmelder zwischen 10 bis 58 Euro getestet, hier können Sie sich das Testergebnis anschauen.
Menschenskinder ist ein Ausruf des Erstaunens oder wenn uns etwas gefällt. Am 20. November hat die UN-Kinderrechtskonvention ihren 20ten Jahrestag. 20 Jahre Einsatz zum Wohle von Kindern. Die Kinderrechtskonvention listet 10 Grundrechte von Kindern auf: Dazu zählen u.a. das Recht auf Gesundheit, auf Bildung und Ausbildung, auf Freiheit, Spiel und Erholung, Schutz vor Grausamkeit, Ausnutzung und Verfolgung. Das ist toll! – Aber tun wir genug? Können wir Kinder nicht besser schützen, als wir es tun?
Über Menschenkinder kann man immer noch so vieles schreiben, was – mir – gar nicht gefällt, was uns aber alle angeht, was wir alle (eigentlich) wissen und wogegen wir alle (eigentlich) etwas tun müssten: Denn wie die Hilfsorganisation Unicef gestern bekannt gibt, lebt fast jedes zweite Kind in einem Krisenland. Unfassbare Brutalität und Gleichgültigkeit erleben sie dort, werden auf der Flucht von ihren Eltern getrennt, sexuale Gewalt und Kinderhandel gehören in Krisengebieten zur Tagesordnung. Eine Viertel Million Jungen und Mädchen müssen als Kindersoldaten dienen…
Aber wir müssen gar nicht so weit gucken. Deutschland ist einhochentwickeltes Land: Trotzdem lebt – wie eine am 1. September veröffentlichte OECD-Studie zeigt – bei uns jedes 6te Kind in relativer Armut (d.h. weniger als 50% des Durchschnittseinkommens). Im OECD-Durchschnitt ist es nur jedes 8te Kind, in Dänemark sogar nur jedes 37te Kind. Dabei gilt gerade Deutschland als vorbildlich bei den Sozialausgaben für Kinder und gerade auch Bildung. Untersucht hat die OECD ihre 30 Mitgliedsländer im Hinblick auf Wohlbefinden und Chancengleichheit der Kinder. Dabei wurden finanzielle Ausstattung der Haushalte, medizinische Versorgung und elterliche Zuwendung begutachtet. Der Deutsche Bildungsserver hat eine interessante Linkliste zum Thema Kinderarmut… für alle, die sich zum Thema weiter informieren möchten.












