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GZi-kielnotiert ist baff… Langenscheidt ließ zum zweiten Mal in Kooperation mit der Jugendzeitung SPIESSER und dem Social Network MySpace ein Jugendwort wählen und was kommt dabei raus? Das Wort heißt hartzen - und damit es auch jeder versteht, “übersetzt” Langenscheidt das auch ins Hochdeutsche: arbeitslos sein, rumhängen.
45.000 Jugendliche  – rund 80 Prozent mehr als im Vorjahr – beteiligten sich via Internet an der Auswahl der Top 15. Aus diesen Top 15 wählte dann eine Jury den Gewinner sowie die Plätze 2 bis 5 des Jahres 2009.  Auf Platz zwei kommt bam (cool, endgeil), den 3. Platz belegt Bankster (ein Banker, der in der Finanzkrise spekulative Geschäfte macht(e), Platz vier ist Rudelgucken (Public viewing) und auf dem 5. Platz ist das Pisaopfer (Schulabgänger mit mangelnder Allgemeinbildung).
Die Jury, die sich in diesem Jahr aus 10 Personen im Alter von 14-43 Jahren zusammensetzte, befand, dass sich die Jugend mit aktuellen Geschehnissen auseinandersetze, Problematiken beobachte und diese in “ihre Sprache” übersetze. Der Begriff hartzen setze sich mit einem politischen und gesellschaftlichen Sachverhalt auseinander, der inzwischen auch in der Lebenswelt der Jugendlichen angekommen ist.
Ob das Wort hartzen in den Ohren von gzi-kielnotiert bam ist, ist eher unwahrscheinlich, sicher ist aber, dass Bankster keine Pisaopfer sind und das nächste Rudelgucken bestimmt kommt…
Hier gibt’s die Presseinfo von Langenscheidt…

5 Kommentare zu „hartzen…“

  • Interessanter Artikel.
    Ich finde hartzen bam. Was ich aber weniger bam finde, ist die Tatsache, dass auch immer mehr Jugendliche hartzen bam finden. Und zwar nicht das Wort, sondern das, was es bedeutet … *seufz*

    • GZi:

      Ja, dass ist das, was mich ehrlich gesagt auch zunehmend schockiert…. Und auch das Wort Pisa”opfer”. Dass oftmals Faulheit (sorry, sehe ich so) dahinter steckt, weil lernen und arbeiten nicht bam sondern unbequem und anstrengend ist, steht nicht zur Diskussion. Vor einem Jahr hörte ich einen 16-Jährigen, der meinte, dass er sich mit 20 Minuten lernen pro Woche bei einem Notendurchschnitt von knapp 4 quasi überarbeiten würde. Das ist wohl nicht der Regelfall unter den Jugendlichen – aber sicher auch keine Ausnahme…

  • …und ich kenne einen, der will seine Zukunft in einer Harzen-WG verbringen. Das ist überhaupt nicht bam. Aber wer seinen Lebensunterhalt erharzt, der hat dann nicht mal Geld für ne anständige Gammelfleischparty (Ü-30-Party). Ich selbst habe zum Glück genug Geld für ein Bierchen heute Abend – man will ja nicht unterhopft sein und unrelaxt abhängen…

  • So ähnlich wie Birgit wollte ich meinen Gedanken dazu auch gerade schreiben, aber das sie es so schön formuliert hat, schreibe ich nur: stimmt.

  • Ganz grausig finde ich, daß offenbar bereits unter Jugendlichen eine Gleichsetzung von “arbeitslos sein” und “rumhängen” stattfindet. Ich muß hoffentlich nicht ausdrücklich erklären, was daran falsch ist.

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gzi

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