Sternsinger Foto: Thomas Max Müller/Pixelio.de
Bald haben wir das neue Jahr – sogar ein neues Jahrzehnt – zu fassen und der Feiertag Heilige Drei Könige ist nicht mehr weit. Auch in der norddeutschen, nicht katholischen, sondern eher protestantischen Gegend, sind die Sternsinger bekannt und sie ziehen zu wichtigen Orten, um dort ihren traditionellen Segen “20 C+M+B+10″ an die Tür zu schreiben – so z.B. auch beim schleswig-holsteinischen Landeshaus, wo der hohe Besuch von Landtagspräsident Torsten Geerdts und Ministerpräsident Peter Harry Carstensen begrüßt wird.
Organisiert werden die Sternsinger auch im kommenden Jahr vom Bund der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) in Schleswig-Holstein. Allerdings bringen die Sternsinger im Gegensatz zu den Heiligen drei Königen der Weihnachtsgeschichte keine Gaben sondern den Segen Christus, denn für ihr Singen und den Segensspruch bitten sie um eine milde Spende und dem Spender wird mit dem Segen für seine monetären Gaben gedankt. Und 20 C+M+B+10 bezieht sich eben nicht direkt auf die Namen der Heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Baltasar, sondern bedeutet Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus – und die darin lebenden oder arbeitenden Spender…
Das Dreikönigssingen ist die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Jährlich können mit den Mitteln aus der Aktion rund 2.700 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden.








“…20 C+M+B+10 bezieht sich eben nicht auf die Heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Baltasar, sondern bedeutet Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus – und die darin lebenden oder arbeitenden Spender…”
Danke, liebe Gesa, für diese Info, die mir irgendwie noch nicht so richtig bekannt oder wieder entfallen war.
Ich habe es offen gestanden nicht mehr mit der Kirche. Aber für mich – mich hat´s vor 12 Jahren in eine ländliche Region verschlagen – hat der “Segen” der Sternsinger auch eine ganz menschliche und gesellschaftliche Komponente. Daher nehme ich diesen gerne entgegen, stelle meine Haustür zur Verfügung und gebe auch gerne meinen – weltlichen – Obulus dazu.
“Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus” – Den Segen Christi nehme ich im Grunde genommen auch gerne an: Jesus war eine sehr bedeutende Persönlichkeit. Ob das, was die Institution Kirche aus ihm macht, noch seiner ursprünglichen Kraft entspricht, sei dahin gestellt. Er wäre heute wohl weitaus mehr individueller Mystiker als ein braves Lämmchen der Kirchenherde. –
Nun ja, das ist meine Einschätzung und meine Empfindung dazu.
Dir und deinen Lesern wünsche ich ein gutes Jahr 2010 !!!