Archiv für Dezember 2009
Wunderbar zur Weihnachtszeit passt der Besuch von Weihnachtsmärkten bei uns auf den umliegenden Gütern, findet gzi-kielnotiert. Sie war zwar auch auf dem Kieler Weihnachtsmarkt, aber da drängten sich die Menschenmassen und es war nicht wirklich weihnachtlich – nicht nur wegen des strömenden Regens.
Am 3ten Advent aber war sie erstmals auf dem Weihnachtsmarkt des Gutes Steinwehr in der Nähe von Rendsburg. Dort konnte man in zwei großen Scheunen schlendern und sich schöne handwerkliche Dinge anschauen und kaufen. Auch um die Scheunen herum gab es noch viele Buden und Zelte. Zwar war es auch voll, aber es gab kein Gedränge und man kam überall gut ran. Endlich war auch die Temperatur am Sonntag mal unter Null Grad gesunken, so dass nach kurzer Zeit die Füße kalt waren und eine Rostocker Rauchbratwurst und Feuerlachs (beides sehr lecker!) erst für die Unterlage und dann gleich der Punsch mit Schuss für die innere Wärme genossen werden konnten. Stimmungsvoll waren auch die Jagdhornbläser, die um 16 Uhr ein Ständchen gaben. Am nächsten Wochenende geht es dann noch nach Altenhof und Augustenhof. Darauf freut sich schon gzi-kielnotiert, die Weihnachtsmärkte einfach ebenso toll findet wie nette Bloggerkollegen, vor allem, wenn sie zudem Gewinnspiele anbieten… und wenn sie es eher gewusst hätte, dann hätte sie auch früher darauf aufmerksam gemacht!


D – Dank an Piri, die die Idee hatte.
E – Enttäuscht über so viel Unachtsamkeit unter den Menschen.
Z – Zersträut von zu vielen Eindrücken.
E - Ermutigt durch viele wunderbare Freundschaften.
M - Müde von vielen Feiern.
B - Begeistert über viel Neugelerntes.
E - Erinnert an noch zu erledigende Weihnachtspost.
R - Ruhe an den Adventssonntagen.
G - Geschenke, an die noch gedacht und die noch besorgt werden müssen.
E - Ente, die es nun doch Heilig Abend geben soll.
D - Dankbar für all die Liebe, die ich erleben darf.
A - Aufmerksamkeit den Mitmenschen gegenüber.
N - Nachsicht für alles, was nicht auf Anhieb gelingt.
K - Kunst, die manchmal nicht als solche zu erkennen ist.
E - Erleichterung, dass gemeinsam alles leichter ist, als allein.
N -Nähe, die einfach wohltuend ist.
… Wunsch, dass Ihr mitmacht und Dezembergedanken aufschreibt.

Haus auf dem Kopf! Foto: gzi-kielnotiert
Gettorf, das Dorf genau in der Mitte zwischen der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel und dem Ostseebad Eckernförde, ist um eine Attraktion reicher. Am vergangenen Freitag probte dort ein komplettes Einfamilienhaus des Investors Dirk Oster gut kalkuliert einen Kopfstand.
Das zweite Haus, das in Deutschland auf dem Dach steht nach einem auf der Insel Usedom, ist ein sogenanntes Leuchtturmprojekt der Aktiv-Region Hügelland am Ostseestrand, steht auf dem Gelände des Gettorfer Tierparks und soll zu einer neuen Touristenattraktion im Dänischen Wohld werden. Insgesamt 270.000 € kostet das Projekt, das mit 86.000 € von der EU gefördert wird. Im Januar 2010 wird das Haus noch möbliert; die Möbel dazu kommen aus Bad Segeberg und werden an der Decke schwebend montiert. Zudem hat das Haus eine leichte Doppelneigung in der Längs- und Querachse, die bei den Besuchern für zusätzliches Bauchkribbeln sorgen soll. Die Eröffnung des Hauses ist am Wochenende 20./21. März geplant.

Haus auf dem Kopf! Foto: gzi-kielnotiert
Gzi-kielnotiert erinnert sich noch gut an ihren ersten Computer, ein Schneider war’s, mit grünem Monitor und mit einem 16 Zoll Laufwerk, das waren noch flexible Disketten, die man da reinschob. Nicht so klein und handlich, wie heute Computer sind, nein, sperrig, vor allem der Bildschirm, der in den Computer fest integriert war, nur die Tastatur wurde verbunden. Später gab es dann die kleineren, harten 8 1/2 ” Laufwerke und externe Laufwerke mit gigantischen 200 Megabite 5.25” Cartridges von Syquest. GZi-kielnotiert hat sich immer geärgert, wenn es was Neues gab, weil das Alte meist noch so gut war und keiner es mehr haben wollte und sie sich mit Neuanschaffungen immer so schwer tat… Ist das schon nötig, was ist, wenn es nicht funktioniert, immer wieder das Umlernen, muss das denn so schnell gehen… später dann von DOS auf Windows und zwischendurch hat sie auch lange mit den “Äpfeln” gearbeitet, das war auch schön bequem!
Aber sie erinnert sich auch noch lebhaft an die gute, alte Schreibmaschine. Mit Kraft mussten die Tasten gedrückt werden und manchmal verhakten sich die Stäbe, die die Buchstaben auf das Farbband drückten… immer blaue oder schwarze Finger gab es, wenn das Band mal aus der Führung rutschte oder trocken geworden war und ersetzt werden musste. Der Schlitten musste noch von Hand zurückgeschoben werden, ganz am Anfang gab es noch nicht mal ein Klingelsignal, wenn man am Ende des Blattes angekommen war. Das kam auch erst später – bis er dann wie von selbst per Zauberhand zurückgefahren wurde. “Anno dazumal” gab es auch noch kein Tipp-Ex. Da gab es Radiergummies, die eine harte, blaue Seite hatten, mit der man Tippfehler korrigieren konnte, später gab es als Fortschritt dann Radierstifte, mit denen konnte man schon genauer radieren und verbessern. Aber wehe, man radierte oder drückte zu doll – dann hatte man ein unschönes Loch in der Seite. Und welche Erleichterung, als es die Tipp-Ex-Blättchen gab. War das toll! Und hurra, dann gab es elektrische Schreibmaschinen, auch noch mit Farbbändern, da taten nicht mehr die Finger so doll weh und die nächste Verbesserung waren Carbonbänder und Korrekturbänder, die unter den Carbonbändern in der Schreibmaschine integriert waren. So eine Schreibmashine von Brother – nagelneu und höchstens zweimal benutzt mit vielen Ersatz- und Korrekturbändern hat gzi-kielnotiert auch noch im Schrank stehen. Heute hat sie einen Laptop, um ja überall arbeiten zu können und für zu Hause einen schönen großen Flachbildschirm zur Schonung der Augen sowie eine externe Tastatur. Technik lässt grüßen.
Begeistert ist sie aber – richtig hin und weg – wenn sie so schöne alte Schreibmaschinen sieht. So wie neulich, als sie eigentlich auf der Suche nach einem neuen Sofa war und dies Prachtexemplar als Deko in einem Möbelhaus sah. Da musste sie sofort ein Foto machen. Sieht sie nicht toll aus? Ich muss gestehen: Alte Schreibmaschinen faszinieren mich, das hat doch eine ganz andere Optik als dieser moderne Kram von heute. Aber tauschen möchte gzi-kielnotiert natürlich keinesfalls – denn dann könnte sie ja keine Berichte mehr für ihre Leser schreiben und da würde ihr doch viel fehlen!
Ist es denn zu glauben? Während in diesem Jahr so viele Kinder wie nie zuvor an das Christkind schreiben, will jeder fünfte Erwachsene am liebsten Weihnachten abschaffen…
Das ist ja eine schöne Bescherung, meint gzi-kielnotiert und ist nur froh, dass die meisten Kinder davon gar nichts wissen… und das ist auch gut so. Denn Weihnachten kann man ja gar nicht abschaffen, sondern höchstens den (oftmals selbstgemachten) Stress, die Geschenkeflut und den Besuchsmarathon. Und dagegen wäre ja auch gar nichts einzuwenden, wenn wieder mehr Besinnlichkeit und Zeit füreinander die Weihnachtstage bestimmten, statt – entschuldigen Sie den saloppen Ausdruck – Fressorgien, Dauerbeschallung, Reizüberflutung durch Geschenkeberge, bei denen man gar nicht weiß, wo man mit Auspacken und Hingucken anfangen soll…
Viele Menschen fürchten sich vor Weihnachten, weil sie sich unter Druck gesetzt fühlen und vor Streit fürchten, das jedenfalls besagt eine repräsentative Umfrage der GFK Nürnberg. Eine andere Umfrage der Apotheken-Umschau geht sogar noch weiter: Glatt jeder Fünfte (18,6 Prozent) in Deutschland möchte Weihnachten ganz abschaffen. Jeder Vierte (24,6 Prozent) gibt danach an, die Feiertage setzten ihn massiv unter Druck, da man sich um so viele Dinge kümmern müsse. Bei den Frauen sind dies sogar 29,8 Prozent (Männer: 19,2). Fast ebenso viele (22,8 Prozent) empfinden das Fest als äußerst stressig. Und jeder Sechste (17 Prozent) gibt zu, dass am Weihnachtsfest zu Hause meist dicke Luft herrscht.
GZi-kielnotiert ist erstaunt, denn vollkommen unbeachtet bleiben anscheinend in diesen Studien die Menschen, die sich vor Weihnachten aus genau gegenteiligen Gründen fürchten: In Vergessenheit geratene alte Menschen, “nervige” Verwandte oder einsame Menschen, die niemanden mehr haben, der mit ihnen zusammen sein möchte und der mit ihnen redet. Oder trauernde Menschen, die gerade einen Menschen verloren haben, der ihnen nahe stand. Für die hat gzi-kielnotiert ohnehin vollstes Verständnis, wenn sie den Weihnachtsrummel ablehnen.
Kinder haben Gott sei Dank aber noch den Glauben an Weihnachten und das Christkind bewahrt. Das Weihnachtspostamt in Engelskirchen bei Köln erwartet in diesem Jahr einen Rekord an Briefen an das Christkind. Mehr als 85.000 Kinder aus 55 Ländern haben bereits geschrieben. Da das himmlische Postamt noch eine wahre Flut weiterer Briefe bis Weihnachten erwarten, suchen sie jetzt ehrenamtliche Antwortschreiber, da die Mitarbeiter das nicht mehr alleine schaffen, sagte die Leiterin der Poststelle, Rosemarie Schotte. In den Zitaten aus der Wunschliste erkennt gzi-kielnotiert keinen großen Unterschied zu früher: Mädchen wünschen sich “alles was rosa ist und glitzert” während Jungen anscheinend praktischer veranlagt sind und sich beispielsweise wünschen: “einen elektrischen Kran, der mein Zimmer aufräumt” oder “immer drei Wünsche frei”.
gzi-kielnotiert wünscht sich jedenfalls vom Christkind, dass die Menschen ein wenig zur Ruhe und zur Besinnung kommen und dann die Feiertage ohne Stress, Streit und übergroßer Erwartungshaltung genießen können und dass zu all denjenigen, die sich vor Einsamkeit am Fest der Liebe fürchten, auch das Licht der Liebe, Wärme und Hoffnung durchdringt.

1. Ich muss möchte noch ganz viele Jahre glücklich, zufrieden und gesund leben, bevor ich sterbe.
2. Reisende kann man nicht aufhalten.
3. Ich wünschte, ich müsste nie wieder Schuhe kaufen.
4. Sport, insbesondere das Laufen, hat mir geholfen, mein Leben zu verändern.
5. Ich kenne den Song “Ich weiß, was ich will” von Udo Jürgens auswendig.
6. Wenn ich nicht so ängstlich wäre, würde ich meinem Schatz den Gefallen tun und mit ihm “Verdammnis” im Kino gucken.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Lauftreff und dann gemütliche Zweisamkeit mit Fotoarbeiten, morgen habe ich eine Einladung zu einem 60sten Geburtstag geplant und Sonntag möchte ich endlich auf verschiedene Weihnachtsmärkte gehen!
Freitags-Füller ist eine Idee von BARBARA
Foto: Verena N./pixelio.de
Schuleschwänzen ist nach wie vor beliebt bei den Schülern. Wie die Ärztezeitung berichtet, platzte einem Lehrer in Recklinghausen vor kurzem der Kragen und er forderte von einem seiner Zöglinge endlich mal eine Begründung für das ständige Fehlen. Daraufhin legte ihm dieser kurzerhand ein ärztliches Attest über “Herzrückmusstörungen” vor. Ein Fehler, der nicht folgenlos blieb: Nun muss sich der 18-jährige Schüler nicht nur wegen Schuleschwänzens sondern auch wegen Diebstahls verantworten. Denn nachdem der Lehrer den Fall öffentlich gemacht hatte, ergab eine polizeiliche Untersuchung, dass die ärztlichen Blankoformulare bei einem Einbruch in eine Praxis erbeutet worden waren. Die Moral von der Geschicht? Schuleschwänzen lohnt sich nicht! Und noch besser: In der Schule immer schön aufpassen – das jedenfalls raten die Beamten in Recklinghausen. Gesundheitliche Probleme hat der Jugendliche jedoch nicht, wie die Polizei als positives Ergebnis dieses Falles bekannt gab.
Vor fast genau einem Monat, am 12. November, las ich die Erinnerungen, die Piri über Ihre Oma geschrieben hat und da wurden ganz viele Erinnerungen auch bei mir wach. Meine Großmutter hat viele schöne Dinge mit mir gemacht, vor allem aber hat sie Wert darauf gelegt, mir Kunst und Kultur nahe zu bringen. So besuchte ich – als wohl 6-Jährige – mit ihr Sonntagmorgens Kinderkonzerte… und war begeistert. Mein allererstes Kinderkonzert war die Aufführung eines Stückes über einen Fluß - erst eine kleine plätschernde Quelle, dann größer und mächtiger werdend, mit Wäldern und Burgen am Ufer, mit Jagden, Festen und tanzenden Feen… die Moldau von Smetana.
Heute hörte ich die Moldau gerade wieder im Klassik Radio und die Erinnerung an meine Großmutter ist überwältigend bei dem Stück… Als sie schon bettlägerig war, nicht mehr sprechen und nichts mehr alleine machen konnte, habe ich oft eine CD mit diesem Werk eingelegt, wenn ich bei ihr viele Stunden saß und ich konnte an ihren Augen, ihrem Lächeln erkennen, sie fühlte wie ich die schöne Erinnerung an die vielen gemeinsam unternommenen Dinge und meine Dankbarkeit…. Heute lebe ich schon fast sieben Jahre in ihrem Haus und bin ihr auch dadurch weiter sehr nah…
Ich sehe noch den Nebel, die tanzenden Feen, höre die Beschreibungen, wie man uns kleinen Kindern diese wunderbare Musik erklärte, uns faszinierte und in den Bann zog… Ich bin sehr froh, bereits in so jungen Jahren die Möglichkeit dieses Erlebens und Aufwachsens mit klassischer Musik bekommen zu haben. Das prägt bis heute mein Leben.
Ich habe eine schöne Einspielung des ersten Parts bei Youtube gefunden und hoffe, Ihr mögt Euch einfach einmal für 6 Minuten für den ersten Teil des Flusses, der ganz leise beginnt und dann wächst und stark wird, verzaubern lassen. Schöne Bilder gibt’s auch dazu…

- DER ZEITUNGSLESER Öl auf Leinwand 1974. Gemälde von Prof. Hans Jürgen Kallmann (1908-1991) Im Besitz der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH) Das Foto stammt von einem Druck des Ölgemäldes, den gzi-kielnotiert mit der Ausgabe “Die erste Seite” Band I: 1949-1967 erworben hat.
Viele Menschen machen es täglich, stundenland, mit Hingabe und Leidenschaft, manche nur flüchtig und oberflächlich oder wochenweise. Für viele ist es die erste Tat, für andere der Tagesabschluss. Manche tun es gleich mehrfach, nämlich lokal, regional und überregional: Ich meine das Zeitunglesen.
Manche lesen aus beruflichem Interesse; nein, nicht nur Journalisten haben ein berufliches Interesse: Vor allem auch die, über die etwas in der Zeitung steht oder die damit etwas zu tun haben. Manche lesen, weil sie sich informieren wollen, andere sind überzeugt (worden), sie müssten sich halt wie jedermann dafür interessieren. Es gibt sogar welche, die lesen Zeitung nur zum Zeitvertreib und Spaßvergnügen.
Dabei ist Zeitunglesen gar nicht so harmlos, wie es auf den ersten Blick anmutet. Am Wochenende, beispielsweise beim Frühstück: Wenn der Mann, gerade dem Bett und dem Bad entsprungen, sich mit der Zeitung an den dreiviertel gedeckten Tisch setzt – anstatt zu helfen, dann in Ruhe und mit Konverstation zu frühstücken und die Zeitung erst hinterher zur Hand zu nehmen. Und überhaupt: Wie lesen Sie denn? Von vorne nach hinten oder von hinten nach vorn? Mit welchen “Buch” beginnen Sie, lesen Sie alle oder nur eine (wechselnde) Auswahl je nach Wochentag? Lokales, Wirtschaft, Politik, Anzeigen, Regional- und Weltteil, Immobilien, Motor, Sport?
Können Sie Ihre Zeitung teilen oder müssen Sie immer die gesamte Ausgabe in der Hand halten, um glücklich zu sein? Können Sie Zeitung im Bett lesen? Und kennen Sie sowas: Mein Vater sagt immer, er lese jede Zeile und wenn ich ihn nach diesem oder jenen frage, hat er natürlich nur das gelesen, was (für ihn) wichtig ist und das ist natürlich nicht das, was ich gelesen habe. Oder dies: Wo suchen Sie Ihre Zeitung, wenn sie nicht an ihrem angestammten Ort ist? Herr gzi-kielnotiert geht dazu an meinen Schreibtisch, denn ich bin notorische Schreibtischzeitungsleserin, ich hingegen suche die Zeitung… gut, anderes Thema… Herr gzi-kielnotiert liest meistens die Zeitung in seinem Büro in der Hauptstadt und hat deshalb einen anderen Lokalteil. Er freut sich dann immer, wenn er nach Hause kommt, und gzi-kielnotiert ihm ein hiesiges Lokal-Clipping auf den Schreibtisch gelegt hat. Sozusagen Sekretärinnendienst zu Hause. Aber auch das ist ein anderes Thema.
Ach, und Zeitunglesen kann gefährlich sein: Dann nämlich, wenn man sich über die ständigen 1000 Fehler darin so aufregt, dass man Bluthochdruck, Magengeschwüre oder gar einen Herzinfarkt bekommt. Seien Sie also gewarnt! Niemand hat ja was gegen mal ein Flüchtigskeitsfehlerchen; aber doch nicht sooo viele und täglich fast in jedem Artikel, nicht nur Tippfehler, nein, verdrehte Namen, falsche Darstellungen, verkehrte Datums- und Uhrzeitangaben. Blöd nur, dass die lokale Auswahl, selbst die regionale, so gering ist, denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.
So und damit sie auch noch etwas haben, worüber sich außerdem noch trefflich streiten lässt, verrate ich Ihnen zum Schluss noch ein Geheimnis: gzi-kielnotiert findet es klasse, dass in der Zeitzung ein Fortsetzungsroman steht! Das ist der täglich krönende Abschluss, ein paar Minuten Luxus, des für mich (arbeitsmäßigen) Zeitunglesens! So habe ich “nebenbei” schon viele schöneund spannende Romane gelesen, die ich sonst vielleicht nie zur Hand genommen hätte. Ich jedenfalls habe viel Lust an der täglich Fortsetzung… des Zeitunglesens und der Romane!
money money Foto: knipseline/pixelio.de
Ich shoppe, also bin ich… Die Frage, ob wir eine Konsumgesellschaft sind, ist bei überall glitzernden Einkaufspalästen, Shoppingtouren und der steten Suche nach dem neuesten Trend wohl obsolet, greift aber dennoch zu kurz, denn hinter einer Konsumgesellschaft steckt wesentlich mehr. Davon jedenfalls ist der Soziologe Zygmunt Baumann überzeugt: Die vom Konsum geprägten Verhaltensmuster haben sich auf alle unsere Lebensbereiche ausgedehnt. In seinem neuesten Buch Leben als Konsum (Hamburg 2009) beschreibt er, dass diese Verhaltensmuster die eigene Identität, Partnerschaften und in letzter Konsequenz auch die sozialen Schichtungen und politischen Diskussionen prägen.
Was die Konsumwirtschaft am Leben erhält, ist weniger das Erzeugen künstlicher Bedürfnisse, sondern das Verspotten der Bedürfnisse von gestern. Die Warenform ist laut Baumann aber längst in das gesellschaftliche Leben, ja über den öffentlichen Raum bis hinein in die Familien vorgedrungen. “Verdinglichung der Liebe”, nennen diesen Teufelskreis die Soziologen: Damit beschäftigt, mehr zu verdienen, für Dinge, die sie zu brauchen glauben, um glücklich zu sein, haben Männer und Frauen weniger Zeit für gegenseitige Empathie und für das Aushandeln unterschiedlicher Positionen”. In einem Gesellschafts-System, das ausschließlich das Heute feiert, ist dann schnell der Punkt erreicht, an dem alle Brücken abgerissen werden.
Baumann feierte im November seinen 84ten Geburtstag, wurde geboren in Posen und ist Professor emertius der University of Leeds (Großbritannien), dessen Soziologielehrstuhl er von 1971 bis 1990 inne hatte, und ist ein er der weltweit anerkanntesten Soziologen. Er begleitete die Moderne und Postmodere über Jahrzehnte kritisch. Mit seinen Büchern jedenfalls steuert er gegen den Trend: Sie sind die eines Wissenschaftlers und lassen sich nicht mal so nebenbei konsumieren, sondern verlangen Konzentration. Die Lektüre aber verspricht den Gewinn eines geschärften Blicks auf unsere Gesellschaft und reichlich Anstöße zur Selbstreflexion.












