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Archiv für Januar 2010

BlogAward4

Ganz lieben Dank an Indication, von der ich diesen Award bekommen habe. Es ist ganz einfach und schön: Ich soll 10 Dinge benennen, die mich glücklich machen! Und das passt doch perfekt zum heutigen Weltknuddeltag!

Mich macht glücklich
-> ein Kuss, eine Umarmung von und das Leben mit meinem Partner rundumkiel
-> dass mein Vater mit seinen 82 Jahren noch total fit ist
-> dass mein “Mit-Kind”, lisisWelt, und ich und so gut verstehen
-> dass mein Herr Hund Anton mir vertraut
-> dass mein Beruf mich ausfüllt und befriedigt
-> dass ich viele gute Freunde habe, auf die ich mich verlassen kann
-> dass meine Lieben und ich gesund sind
-> dass ich Hobbies habe, in denen ich aufgehen und zu mir finden kann
-> dass ich in einem tollen alten Haus mit einem wundervollen Garten auf einem alten Familiengrundstück wohnen kann
-> dass wir in Frieden und ohne wirkliche Not und Leiden leben können

Und nun soll ich noch diesen Award noch an 10 Personen weitergeben – das wird schwer, denn in meiner kurzen Bloggerzeit sind eigentlich alle BEST Friends!
Aber ich entscheide einfach mal mit halb geschlossenen Augen ;-) Mit dabei sind natürlich
rundumkiel und lisiswelt und zudem
MegGyver, Miki, MyBea, Stadtmöwe, Janasblog, Frau Nilsson, Kittynn, Cotoneaster (LLewella)

So schön ist eine freundschaftliche Umarmung! Foto: S. Hofschläger/pixelio.de

So schön ist eine freundschaftliche Umarmung! Foto: S. Hofschläger/pixelio.de

Hurra! Morgen gibt es eine Extraportion Streicheleinheiten für Körper und Seele, morgen darf besonders geknuddelt werden, denn es ist Weltknuddeltag! Der Amerikaner Kevin Zaborney hat vor mehr als 20 Jahren den 21. Januar zum Weltknuddeltag ernennen lassen. Er möchte an diesem Tag daran erinnern, wie schön eine herzliche und liebevolle Umarmung sein kann.

Knuddeln ist wirklich wunderschön und man fühlt sich einfach gut, wenn man seine Zuneigung auch zeigen kann, findet jedenfalls auch Frau gzi-kielnotiert und weiß bestimmt, dass sowohl Herr rundumkiel als auch ihr Herr Vater eine Extraportion Knuddeleinheiten abbekommen werden. Herr Hund Anton natürlich auch, aber für den hat Kevin Zaborney den Weltknuddeltag sicher nicht ins Leben gerufen. Obgleich natürlich auch Tiere für ganz viele ältere oder einsame Menschen sehr viel Zuneigung, emotionale Bindung, Wärme und auch Streicheleinheiten bedeuten – und das ist auch bei Herr Hund Anton so. Diesen Beitrag weiterlesen »

Soso, neugierig sind sie, die Herren, zumindest der Herr rundumkiel. Der wollte nämlich wissen, was sich in unseren Taschen befindet, nur weil er ein Photoprojekt mit diesem Titel hatte und sich nicht alleine outen wollte.  Na gut, da er zwar viele Kommentare aber keine Tascheninhalte erhalten hat, werde ich mal den Anfang machen und Euch den Inhalt meiner Handtasche zeigen. Allerdings: die ganzen Krümel, die sich meistens auch darin befinden, weil ich immer, wenn wir essen gehen und es vorweg Baguette gibt, ein Stückchen für den Herr Hund Anton mitnehme, die habe ich nicht photografiert :-)

Tascheninhalt

Das Milchzahngebiss mit Überbiss von gzi-kielnotiert

Das Milchzahngebiss mit Überbiss von gzi-kielnotiert

Frau gzi-kielnotiert berichtete in einem früheren Post über die Gefahren beim online-banking, als eine Rentnerin versehentlich ein Komma falsch setzte und statt 18,75 Euro 1875 Euro überwies und das zu viel gezahlte Geld nicht von dem Empfänger, einem Kieler Zahnarzt aus dem Stadtteil Altenholz zurückbekam. gzi-kielnotiert wunderte sich damals schon, dass die Zahnärztekammer nicht sofort eingeschaltet wurde, die als Aufsichtsbehörde eigentlich der richtige Ansprechpartner gewesen wäre. Die Kammer nahm allerdings sofort nach dem ersten Zeitungsbericht Kontakt zu der Geschädigten auf.

Nicht nur, dass die Kammer sofort in Vorleistung gegangen ist und der Frau den Differenzbetrag überwiesen hat. Nein, sie hat auch das anhängige Verfahren inklusive der schon entstandenen Anwalts- und Gerichtskosten übernommen. Wie Kammerpräsident Dr. Ulrich Rubehn sagte, gehe es der Zahnärztekammer nicht nur darum, den Diffrenzbetrag und die Kosten von dem Arzt zurückzubekommen, zumal dies sonst zu Lasten aller Kammermitglieder ginge. Zu prüfen ist natürlich weiterhin, ob der Betroffene gegen die Berufsordnung verstoßen hat. Zudem sei das ganze Ansehen des ganzen Berufsstandes angegriffen, denn, wie gzi-kielnotiert ja schon berichtete, brodelt die Gerüchteküche quasi in Kiel über, weil jeder gern wissen möchte, ob ggf sein eigener Zahnarzt das schwarze Schaf ist. Aber in einem schwebenden Rechtsverfahren ist eine öffentliche Namensnennung eben nicht angemessen, das leuchtet gzi-kielnotiert ein. “Das Verhalten des Kollegen ist haarsträubend, untergräbt das vertrauen zwischen Zahnärzten und Patienten und muss unterbunden werden. Solche Einzelfälle darf man nicht totschweigen”, umschreibt Rubehn den gesamten Fall, zumal die Kammer bereits 2009 in einem anderen Verfahren wegen unerlaubter Werbung gegen den Zahnarzt tätig geworden war und ihm vom Landgericht eine Darstellung auf seiner Homepage untersagte. Bei Zuwiderhandlung drohten bis zu 250000 Euro Strafe oder bis zu 6 Monaten Ordnungshaft. gzi-kielnotiert ist begeistert, dass die Kammer so schnell und umfassend handelt und damit das Weltbild von gzi-kielnotiert wieder ins rechte Lot bringt. Bleibt zu hoffen, dass bald ein Urteil gesprochen wird und dann wieder Ruhe in der Zahnarztlandschaft der nördlichsten deutschen Landeshauptstadt einkehrt.

Bei Hoppsassa habe ich ein süßes Schweinchen entdeckt, das ganz viel Glück bringen soll, wenn man es teilt. Frei nach dem Motto: Geteiltes Leid ist halbes Leid aber geteilte Freude ist doppelte Freude! Also ich teile das Schweinchen gern mit ganz vielen von Euch, aber schlachten werde ich es dafür nicht.
Nehmt es Euch einfach mit für Eure Blogs, freut Euch daran und teilt es ebenso. Dann werden wir alle gemeinsam ganz viel Glück in 2010 haben – und wer könnte das nicht gebrauchen?glucksschwein

Am 1. November 2009 startete der neue Fernsehsender ZDFneo, früher ZDF dokukanal. Laut Pressemitteilung zum Start gibt es dort  lebensnahe „Factual Entertainment“-Formate, Servicesendungen, Dokumentationen, Musiksendungen, Spielfilmen, internationalen Kaufserien und Comedys zu sehen. ZDFneo soll als attraktive öffentlich-rechtliche Alternative für die jüngeren Zuschauer fungieren. Eine dieser lebensnahen factual Entertainments ist die neue 5-teilige Serie “die Promi-Pauker”, die am 14. Januar ihren Start hatte und immer donnerstags um 19:30 Uhr gesendet wird. Frau gzi-kielnotiert, hat leider den Start dieser Serie verpasst, was aber nicht soo schlimm zu sein scheint, wie die Kritiken vermuten lassen…

Immerhin konnte ZDFneo als Promi-Pauker u.a. die ehemalige Politikerin Heide Simonis (66) gewinnen, die schon bei “Let’s dance” für einen guten Zweck mitgemacht hat. Mit dabei sind zudem Manuel Andrack, früher Redaktionsleiter bei der Harald Schmidt Show, und Viva Moderatiorin Gülcan Kamps (27).  Gedreht wurde an einer Gesamtschule in Brühl am Rhein-Erft-Kreis, an der rund 90 Lehrer 1000 Schülerinnen und Schüler unterrichten. Dem ZDF geht es dabei nicht um den großen Show-Effekt, sondern auf einen ungeschönten Blick auf Schule. gzi-kielnotiert glaubt dieser Darstellung wenig und ist davon überzeugt, dass dies vollkommen überzogen ist, weil Unterricht mit laufenden Kameras für die Schüler nie wie ein “normaler” Unterricht sein kann. Und was ist schon ein normaler Unterricht? Wie sieht ein ungeschönter Blick auf Schule aus? Selbst in der kleinen Landeshauptstadt Kiel gibt es Schulen, an denen zu unterrichten nicht einfach ist aber zivilisiert abläuft, es gibt  aber auch Schulen, an denen für manchen Schüler und Lehrer das Überstehen des Alltags eine größere Herausforderung ist als Otto-Normalbürger sich das mit der kühnsten Phantasie vorzustellen vermag. Davon jedenfalls scheint die Gesamtschule in Brühl jedoch meilenweit entfernt zu sein.

Zwei Wochen lief das Experiment von ZDFneo. In der einen Woche bekam jeder Promi einen Lehrer an die Hand, der ihn auf den Unterricht vorbereitet hat, in der zweiten Woche mussten sich Simonis, Andrack und Kamps dann allein als Lehrer vor der Klasse beweisen. Politikerin Simonis, die die Fächer Kunst, Naturwissenschaften und Arbeitslehre Wirtschaft unterrichtete meinte zu Beginn der Serie, dass sie “keine Angst” vor den Schülern hatte, ihre Sorge war mehr, wie sie von den Lehrern beurteilt wird.

Immerhin soll in der Sendung deutlich werden, dass den Promis ihr Prominentenstatus vor der Klasse wenig hilft und sie sich durch guten Unterricht, Allgemeinwissen und Schlagfertigkeit vor den Schülern profilieren müssen. Ob und wieweit dies gelingen mag, welche Erkenntnis aus diesem zweiwöchigen Experiment gezogen werden kann, ob dem Zuschauer wirklich ein realistischer Blick auf das Lehrersein und Eltern ihre Mitverantwortung für die Erziehung ihrer Kinder vermittelt werden kann, das fragt sich gzi-kielnotiert, die mit Sicherheit einen Blick in die Sendung werfen wird, um mitreden zu können.

Hier nun der Trailer zur Sendung:
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1. Mensch, ich bin so aufgeregt, es haben sich 46 Leute zu meinem Anfängerlaufkurs angemeldet.

2. 2010 gibt es bestimmt viele Veränderungen, große und kleine.

3. Während ich jogge habe ich viele gute Ideen.

4. Die Reparaturwerkstatt, in der ich mein Auto im Sommer hatte, hat gefuscht und das ist kein Witz !

5. Jetzt wäre ich gerne 14 Tage irgendwo in der Sonne.

6. Mein Herr Hund Anton ist mein Lieblingsspielzeug.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Neujahrsempfang des Gettorfer Turnverein, morgen habe ich  den Neujahrsempfang des Lubinus Clinicums Kiel geplant und Sonntag möchte ich endlich mein Theme fertig umgestalten!

Das hatte ich heute morgen total vergessen: Der Freitags-Füller ist eine Idee von BARBARA und Ihr könnt alle mitmachen :-)

Jana hatte aufgerufen, die schönsten “Blümchenmakros” bis zum 28. Februar zu zeigen und da bin ich doch gleich dabei… denn so ein bisschen Farbe in dem Weiß, das ohne Sonnenschein auch nur noch ein Grau-in-Grau oder Weißgrau bis Matschbraun ist, macht sich doch wunderbar und steigert die Laune. Hier also meine

blogparade-blumenmakro-logo-Janasworld

Die schönste Rose im Garten meiner Freundin

Die schönste Rose im Garten meiner Freundin

Meine Lieblingsfrühjahrsblumen: Hyazinthen

Meine Lieblingsfrühjahrsblumen: Hyazinthen

Viele orchideen blühen zurzeit in meinem Fenster

Viele Orchideen blühen zurzeit in meinem Fenster

Der Äsculapstab ist Wahrzeichen der Ärzte. Foto: Rike/pixelio.de

Der Äsculapstab ist Wahrzeichen der Ärzte. Foto: Rike/pixelio.de

5.000 offene Arztstellen in den Krankenhäusern und fast 4.000 fehlende niedergelassene Ärzte  – diese Zahlen publizierte die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) vor kurzem. Damit haben wir ein gravierendes deutschlandweites Problem mit dem Titel Ärztemangel. Persönlich hat Frau gzi-kielnotiert davon Gott sei Dank noch nichts mitbekommen, aber immer wieder in Diskussionsveranstaltungen gehört oder gelesen, dass gerade in den ländlichen Bereichen die Suche nach Praxisnachfolgern sehr beschwerlich sei und über Landarztmangel auch schon geschrieben. Denn kein Arzt hat mehr Lust, in einem budgetgedeckelten System rund um die Uhr unter Druck zu arbeiten und nicht angemessen honoriert zu werden. Für viele Ärzte geht der Weg dann ins Ausland, wo bessere Honorare und Arbeitszeiten locken. So werden die Arztpraxen immer weniger und es leuchtet ein, dass Barrieren abgebaut werden müssen, um die Zusammenarbeit von ambulanter und stationärer Versorgung  zu erleichtern und die Kämpfe um Honoraranteile abzuschaffen. Die Frage ist nur, wie.
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So kämpfen Klinikvertreter, der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die Bundeskassenärztlichen Vereinigung (KBV) und die Gesundheitsplitiker jeder für die Belange ihrer Mitglieder bzw. Wähler. Eine ganz normale Reaktion und Aufgabe einer jeder Interessenvertretung, findet gzi-kielnotiert, wenn es denn dabei nicht um Patienten, Gesundheit und eben Menschen ginge. Menschen sitzen hier aber natürlich auf beiden Seiten und das ist die Misere: Zum einen als Arzt oder als Patient, oder als Kassenvertreter  mit nur begrenztem Budget oder eben als Politiker. Und da geistert dann die Frage der Fragen durch den Raum, die Politiker nicht zu stellen wagen und schon gar nicht vor Wahlen: Welche Leistungen sollen denn von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden und welche nicht und wie soll das Ganze finanziert werden? Denn eines ist klar: Der sicher wünschenswerte medizinische Fortschritt ist teuer und die Menschen werden älter und im Alter nehmen auch die Kosten zu. Auch für höhere Honorare und bessere Arbeitsbedingungen bei den Ärzten ist nicht genug Geld da. Andererseits haben wir in Deutschland ein Gesundheits- und Sozialsystem auf höchstem Niveau, fast alles wird bezahlt, Wartezeiten existieren kaum, im Vergleich zu anderen Ländern. Deutschland zieht die Patienten an, aber die Arztflucht nimmt zu, nach Groß Britannien, Skandinavien und in die Schweiz, wie jetzt kürzlich zu lesen war.
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Foto: Willi Schewski/pixelio.de

Foto: Willi Schewski/pixelio.de

In der Schweiz ist der Anteil von Ärzten mit ausländischem Pass seit 2003 von 17 auf 22 Prozent im Jahr 2008 gestiegen. Wie die “Schweizerische Ärztezeitung” berichtet, stehen Ärzte, die in Deutschland ausgebildet wurden, mit 56 Prozent an der Spitze. Der größte Teil der ausländischen Ärzte (30 Prozent) arbeitet in der Psychiatrie und Psychotherapie, der kleinste Teil (sieben Prozent) in der Allgemeinmedizin. Das gibt zu denken, findet gzi-kielnotiert, denn gerade in der Psychiatrie und Psychotherapie gibt es auch in Deutschland Wartezeiten und Ärztemangel. Auch die derzeitigen Verhandlungen mit dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) über die Zulassung von psychiatrischen Abteilungen an Allgemeinkrankenhäusern zur ambulanten Behandlung psychisch kranker Patienten verliefen kontraproduktiv, betonten Vertreter der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Ohne breit angelegten ambulanten Behandlungsmöglichkeiten der Krankenhäuser würde die psychiatrische Versorgung in Deutschland zusammenbrechen, so DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Dass die niedergelassenen Ärzte und die Krankenkassen den freien Zugang der Patienten zur ambulanten Behandlung in die Krankenhäuser zudem mit restriktiven Überweisungsvorbehalten und mit Begrenzungen auf wenige Krankheitsbilder zu erschweren und zu verhindern suchten, gefährde die Patientenversorgung. Die Leidtragenden solcher Gräbenkämpfe sind die, die ohnehin Leid tragen, weil sie erkrankt sind: Nämlich die Patienten. Und das ist das Verheerede an diesem sich gegeneinander ausspielenden System, findet gzi-kielnotiert.

Sachen gibt’s, die sind so ungeheuerlich, dass es sie eigentlich gar nicht geben dürfte, denkt sich so manches Mal Frau gzi-kielnotiert, wenn sie mal über Fälle stolpert, die unfassbar sind! Wahrscheinlich gibt es aber auch den vorliegenden Fall weitaus häufiger, als sie sich vorstellen kann,  weil es eben ganz woanders stattfindet. Aber diesmal passierte es quasi vor der Haustür und wurde mal wieder spektakulär von den Medien aufgezogen. Wahrscheinlich, weil die Betroffene keinen anderen Rat mehr wusste. Traurig nur, dass dadurch ein ganzer Berufsstand, zumindest eines Kieler Stadtteils, in Verruf gerät, nur weil ein schwarzes Schaf darunter ist. Denn: Es hätte genauso gut in einer anderen Branche passieren können…

Folgendes ist passiert: Eine Dame, gesetzlich krankenversichert, geht als Neubürgerin einer Gemeinde erstmals in eine moderne Zahnarztpraxis am Ort, weil ihr Implantat herausgefallen war. Es wurden verschiedene Zahntaschen ausgemessen, man riet zur Zahnfleischbehandlung. All dies, sagte die Rentnerin freundlich, möchte sie zunächst nicht machen lassen. Daraufhin setzte man ihr das Implantat ein, gab ihr korrekterweise eine Privatrechnung über 18,75 €, weil das keine Kassenleistung war, schlug noch ein paar weitere Termine vor, die sie wiederum ablehnte und das war’s. Ein paar Tage später überwies sie den Rechnungsbetrag per online banking und beging den schwerwiegenden Fehler, sich im Komma zu irren. Statt der 18,75 € überwies sie 1875,- €. Als sie es abends bemerkte, war die Wertstellung in der Bank bereits erfolgt, so rief sie in der Zahnarztpraxis an, dort versprach man ihr, die Differenz sofort zurückzuüberweisen. Machen wir es kurz: Trotz mehrmaliger Anrufe, persönlichem Vorsprechen, schriftlicher Zahlungsaufforderung, Schreiben von Rechtsanwälten, einem gerichtlichen Mahnbescheid und jetzt Einschaltung der Medien hat der Zahnarzt das zuviel gezahlte Geld bislang nicht zurücküberwiesen. Er legte nur Widerspruch gegen den Mahnbescheid ein, ohne eine Begründung zu nennen.

Wie kann so etwas angehen? Es ist außerhalb der gzi-kielnotierten Vorstellungskraft, wie man sich so verhalten kann! Natürlich sind auch die Kollegen des Zahnarztes empört, alles munkelt, keiner (außer den Betroffenen und der beauftragten Redakteurin) weiß wirklich, wer es wohl sein könnte, Gerüchte entstehen und verselbstständigen sich, allgemeines Kopfschütteln macht sich breit, keiner versteht, wie man sich so ungeschickt und unklug verhalten kann. Vielleicht hätte es ja noch andere Wege geben können: Selbst wenn die Wertstellung bei der eigenen Bank erfolgt, ist dies noch nicht bei der Empfängerbank geschehen, so dass  man zwei Tage eine Umsatzhaben-Sperre für das Empfängerkonto erwirken kann und das Geld automatisch an den Absender zurückgeht. Man hätte sich als Betroffene an die zuständigen Zahnärztekammer wenden können. Ob all das ebenfalls gemacht wurde, weiß gzi-kielnotiert natürlich nicht, denn sie hat nur den “kleinen” – immerhin viertelseitigen (!) Bericht in der hiesigen Presse gelesen. Und heute schweigen die Medien dazu ersteinmal…

Eines ist für gzi-kielnotiert spätestens jetzt vollkommen klar: Kommasetzung ist beim online banking noch wichtiger als beim Texteschreiben!

gzi

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