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Foto Deutscher Kinderhospizverein

Foto Deutscher Kinderhospizverein

Eine unheilbare, lebensverkürzende Krankheit ist etwas Furchtbares. Etwas grausam Einschneidendes und Beschränkendes in das Leben. Noch hilfloser und ohnmächtiger steht man davor, wenn es das eigene Kind betrifft. Dann die richtigen Entscheidungen zu treffen, mit der Seelenqual zu leben und dennoch für das Kind und möglicherweise gesunde aber auch darunter leidende Geschwister da zu sein, ihnen zu helfen und Mut zu machen, das kostet sehr viel Kraft, braucht aber auch Wissen um Hilfe und Unterstützungsmöglichkeiten.

Viele Veranstaltungen der unterschiedlichen Organisationen werden morgen auf die wichtige Arbeit der Kinderhospize hinweisen, Informationen geben und um Spenden bitten. Ich möchte mich dem anschließen und meinen LeserInnen ein paar Informationen und weitere Links geben und aufrufen, ein kleines oder auch größeres Zeichen zu setzen: Menschen, Organisationen und Institutionen aus ganz Deutschland zeigen in vielen Aktionen mit dem “grünen Band” an der Autoantenne, am Schirm, an der Handtasche, an Bäumen und bei vielen anderen Gelegenheiten ihre Solidarität mit den lebensverkürzend erkrankten Kindern und ihren Familien. Diese Bänder können beim Deutschen Hospizverein e.V. bestellt werden.

Foto Deutscher Kinderhospizverein e.V.

Foto Deutscher Kinderhospizverein e.V.

Die Geschichte der Kinderhospize ist noch sehr jung. Sie begann Anfang 1980 durch ein Mädchen namens Helen, das an einem Gehirntumor erkrankte und die ebenso wie ihre Familie sehr engen Kontakt zu einer Nonne und Kinderkrankenschwester bekam. Diese erkannte, dass es viele Kinder in solcher Not gab und gründete 1982 weitweit das erste Kinderhospiz mit namen Helen House Hospice in Oxford. In Deutschland wurde die Idee erstmals mit dem Balthasar Kinder und Jugendhospiz in Olpe verwirklicht. 1990 gründeten dann sechs Familien den Deutschen Kinderhospizverein e.V, der seitdem zahlreiche ambulante Einrichtungen ermöglicht  hat.

Deutsche Kinderhospiz StiftungDazu wurde die Deutsche Kinderhospiz Stiftung gegründet, um die Arbeit des Deutschen Kinderhospizvereins zu fördern und zu unterstützen.

Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. wurde imJahr 2002 als Dachverband der deutschlandweit bislang rund 27 ambulanten und stationären Kinderhospize gegründet, weitere sind in Planung. Im Jahr 2007 wurde zudem eine Bundesstiftung Kinderhospiz gegründet. Sie hat das Ziel, die Kinderhospizarbeit deutschlandweit zu fördern und betroffene Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie ihre Angehörigen zu unterstützen. Durch Spenden und Zustiftungen können beispielsweise Musiktherapie-Angebote geschaffen, Abschiedsräume eingerichtet und gestaltet, Spielzimmer ausgestattet, ein neuer Kinderhospizdienst aufgebaut sowie Bezugspersonen und Geschwisterkinder bei der Unterbringung unterstützt werden. Botschafter der Bundesstiftung Kinderhospiz sind: die Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer, der Zeichner Peter Gaymann, die Popbands Monrose und Queensbury, Songwriter und Sänger Cristobal Galvez Moreno und Miss Germany World Frau Susann Raddatz. Schirmherrin der Bundesstiftung Kinderhospiz ist die Bestseller-Autorin Tanja Kinkel.

Die Mitglieder der Popband Monrose sind seit 2008 Botschafter der Bundesstiftung Kinderhospiz und unterstützen diese u.a. durch Benefizkonzerte. Auch in diesem Jahr bitten sie zudem anlässlich des Tags der Kinderhospizarbeit um Spenden. Als Dankeschön wird Monrose dem höchsten Einzel- oder Gruppenspender (Einzahlungen bis zum 1. April 2010) ein Privatkonzert schenken. Sei es in einem Betrieb, einer Halle oder in einem Wohnzimmer. “Wir finden diese Idee klasse und sind davon überzeugt, dass wir andere davon begeistern können. Schließlich gibt es bei dieser Aktion keine Verlierer, sondern nur Gewinner. Denn jede Spende hilft…”, so die Popsängerin Mandy. Dass “ein Privatkonzert” in einem solchen Zusammenhang möglich wird, begeistert die Gruppe selbst.

3 Kommentare zu „10. Februar – Tag der Kinderhospizarbeit“

  • Ein ebenso bedrückendes wie wichtiges Thema. Ich habe große Achtung vor der Hospizarbeit. Hoffentlich findet der morgige Aktionstag ausreichend Beachtung… ich achte morgen auf das grüne Band…

  • Es ist ganz, ganz schwierig, sich mit solch einem Thema zu befassen, wenn man nicht selbst betroffen ist, weil es emotional so runter zieht.
    Umso wichtiger ist es, dass du das Thema aufgreifst und hier für deine Leser aufbereitest. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Arbeit an diesem Thema auch an dir nicht spurlos vorübergegangen ist.

    • GZi:

      Mit Kinderhospizarbeit habe ich mich bislang auch nicht befasst, weil es mich selbst und auch meinen Bekanntenkreis Gott sei Dank nicht betrifft. Ein Freund verstarb im jungen Erwachsenenalter von 27 Jahren an Leukämie… und ich habe meine Großmutter und meine Mutter betreut und gepflegt. Meine Mutter war viel zu jung (das ist man immer :-) , und vor allem auch 15 Jahre schwer krank mit sehr großen Beeinträchtigungen. Insofern weiß ich vielleicht ein bisschen, was es bedeuten kann… aber Kinder, das ist was ganz anderes. Man wünscht sich ja immer, dass sie so vieles vor sich haben, das zieht einem den Boden weg… und das erstaunlichste sind ganz oft die Kinder selbst, sie haben Lebensfreunde, Undbeschwertheit und oftmals so viel Gottvertrauen…

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gzi

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