Das Leben ist wunderbar und kostbar! Frau gzi-notiert – und Gott sei Dank auch ihre Familie erfreuen sich bester Gesundheit und dafür ist sie sehr dankbar – aber sollte es mal nicht mehr so sein, wäre sie für Hilfe dankbar. Und ein wichtiger Gedanke dabei ist: Wer bekommen möchte, sollte auch bereit sein zu geben! Das gilt neben ideellen Dingen wie Vertrauen, Liebe, Freundschaft vor allem auch für zwei lebensnotwendige Dinge: Blut und Organe…
Nun haben Herr rundumkiel und gzi-notiert vor kurzem für ihre Ausbildung zum Übungstrainer (Trainer C-Lizenz) einen 1. Hilfe Kurs absolviert mit einem sehr engagierten Dozenten. Unter anderem hat er auf die wichtige Blut- und Organspende hingewiesen. Und noch während ich überlegte, darüber zu bloggen, las ich zum Thema Organspende bei Cappuchino & Meer einen Post. Weil dieses Thema so unendlich wichtig ist, möchte ich es hier auch noch einmal aufgreifen.
Denn einen Organspendeausweis lege ich Euch sehr an’s Herz -im Falle eines Falles nützen uns unsere “Schätze” doch nicht mehr – aber sie können alles – Leben und so viel mehr – für eine Person bedeuten und für dessen Familie Erleichterung und Glückseeligkeit. gzi-notiert erinnert einen Freund der Familie, der mit 26 Jahren an Leukämie starb – natürlich nicht nur, aber auch – weil kein Rückenmarkspender gefunden werden konnte. gzi-notiert war damals Anfang 20… niemals wird sie die Hilflosigkeit, das Bangen und die Hoffnung vergessen, damals leider vergeblich.
Vor über einem Jahr habe ich dann ein sehr bewegendes Interview geführt mit einer bemerkenswerten jungen Frau, die eine Herztransplantation bekommen hat. “Ein neues Leben mit einem fremden Herzen” (Artikel S.052_Herz) habe ich für das Jubiläumsmagazin Countdown – 125 Jahre BARMER – geschrieben. Es war eine ganz besondere berufliche Erfahrung und wir stehen heute noch in Kontakt. Mittlerweile hat sie einen fast 1-jährigen Sohn. Ist das nicht wunderbar?
Es ist so lohnend, darüber mit Zeit und Muße nachzudenken! Es gibt genügend sachliche Informationen bei Krankenkassen, Selbsthilfegruppen, dem DRK, der deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) – uns tut es weder weh, noch gehen wir ein Risiko ein!
“Schenke Leben – spende Blut” - wie oft hat Frau gzi-notiert den Slogan schon gelesen. Ebenso die Aufrufe regelmäßig vor Ferienbeginn, wenn viel Verkehr auf den Autobahnen herrscht und erfahrungsgemäß mehr Unfalle geschehen. Früher gab es mal Blutkonserven fast im Überfluss, was bedauerlicherweise zum leichtfertigen Umgang damit führte. Doch die Zeiten sind lange vorbei. Blutkonserven sind heute nur noch für 2-3 Stunden vorrätig. Insbesondere Krebspatienten und chronisch Kranke sind daraus angewiesen.
Auch die Frau Mutter von gzi-notiert war lange Jahre krank und im Laufe ihrer Krankheit musste sie auch öfter Blutspenden erhalten. gzi-notiert hatte sich damals immer schon überlegt, dies auch zu tun. Leider ist sie immer wieder davon abgekommen, das muss ich ehrlicherweise gestehen. Beides – Blut- als auch die Organspende – sind sehr wichtige Themen, die natürlich jeder für sich selbst erörtern muss. gzi-notiert hat sich ganz fest vorgenommen, zum nächsten Blutspendetermin hinzugehen und sich dafür die Zeit zu nehmen zu geben – wie ich neulich passenderweise las! Hier kann man sich Termine in seiner Gegend heraussuchen… und den Organspenderausweis hat sie auch ausgefüllt.














Danke für dieses Thema!
Ich finde Das auch unglaublich wichtig und habe schon lange einen Organspendeausweis!
Blut spenden darf ich leider nicht, dabei hab ich so ne tolle Blutgruppe!
Das Thema hatte Ende August Janina mit bisher 36 Kommentaren… ich knall dir den Link mal rein, ich hoffe das ist ok?
http://drop-a-line.de/2010/08/28/jetzt-wirds-ernst-organspende/
Und zur Blutspende: Obwohl ich mit A negativ eine begehrte BG habe, falle ich aus den Spenderrichtlinien raus, das finde ich stur-bürokratisch-typisch-deutsch-blöd. Mag ja nicht für alles geeignet sein, aber manche Bestandteile… und das wird ja eh bearbeitet, gefiltert, auseinandergenommen…naja…
Und jetzt noch das böse Miki: warum man sich nach einer Herztransplantation ( das Organ hält ja nicht ewig, Belastbarkeit, Lebenserwartung …. Verantwortung für’s Kind…) fortpflanzen muss, verstehe ich nicht. Das eigene Leben ist doch dann schon ein Geschenk. Und das Absetzen der notendigen Medikamente für die Schwangerschaft empfinde ich als undankbar und fahrlässig. Und nun haut mich!!
Liebe Gesa, jetzt bin ich wohl eine Ketzerin, aber ich lehne Organspende ab. Ich habe auch einen Ausweis, in dem ausdrücklich steht, dass mir keine Organe entnommen werden dürfen. Sollte ich verunfallen und mein Hirn irreversibel geschädigt sein, dann möchte ich in Ruhe sterben können. Möchte meiner Seele Zeit geben, sich aus jeder meiner Körperzellen zurück zu ziehen. Was geschieht mit ihr, wenn das nicht möglich ist?
Blutspenden, ja, das habe ich auch schon öfters getan. Und selbstverständlich würde ich für meine Kinder, oder jemand anderen, der mir nahe steht, jederzeit eine Niere opfern. Aber das würde bei vollem Bewusstsein geschehen. Alles, von dem ich mich verabschieden kann, ist OK, also auch Knochenmark.
Und, so brutal es klingt, Betroffene sterben nicht, weil ihnen niemand ein Organ geschenkt hat, sondern weil sie krank waren.
Bitte mich jetzt nicht lynchen. Mit liebem Gruss Christine
Hallo, Gesa, jahrelang war ich Blutspenderin, weil ich eine supergefragte Blutruppe in Rh neg habe – aber jetzt will man mein Blut nicht mehr, offensichtlich bin ich zu alt.
Ähnlich ist es mit dme Organspendeausweis. Ich bin sehr dafür, dass Kranken auf diesem Weg geholfen werden kann.
Ich bin der Ketzer in der anderen Richtung von der Christine über mir. Wenn nicht jemand einen deutlichen Nachweis bei sich trägt, dass er eine Organspende untersagt und ihr nicht zustimmt, sollte eine Entnahme erfolgen, bevor aufwändig die Anverwandten um Rat eingeholt werden können. – Die wenigsten sind heut noch so christlich, dass sie das Seelenmotiv so stark empfinden. Ich respektiere es, wenn es bei jemandem so ist – aber bei den anderen kann kranken Kindern oder anderen ein gesundes Leben geschenkt werden, ohne dass es jemandem richtig weh tut.
Kinder würde ich mit einem gespendeten Herzen wohl auch nicht bekommen wollen – aber wer weiß, vielleicht hätte ich doch gewollt.
Muss nochmal was dazu sagen; wer einmal gesehen hat, wie mit dem Spender umgegangen wird(nach der Entnahme)…. spendet wahrscheinlich nicht.
Sterben ist ja der vernachlässigste Teil des Lebens, obwohl es uns alle erwischen wird. Was wissen wir, wann sich Körper und Seele endgültig trennen? Und dann vorher alles rausfleddern und dann den “Patient” liegen lassen, bis der nächste Hausmeister Zeit zum Zunähen hat… ?
Dinge, auf die man verzichten kann, zu spenden, finde ich auch in Ordnung.
Miki, du magst durchaus Recht haben – hattest du denn beruflich mal damit zu tun, dass du das weißt.
Aber ich stelle mir vor, Eltern, die ein herzkrankes kleines Kind haben, dass sie natürlich über alles lieben und das nur überleben kann, wenn es ein Spenderherz bekommen kann. Und unsere Medizin ist inzwischen so weit, dass sie diesem und anderen Kindern dieses Weiterleben ermöglich könnte.
Wären die “Gegner” einer Organspende nach dem Hirntod auch weiterhin so konsequent dagegen, wenn ihr eigenes Kind deswegen sterben müsste. – Nur, weil der Spenderpatient, der ja jetzt kein Patient mehr ist, sondern ein Leichnam, vielleicht nicht nach allen Regeln der Kunst versorgt wird.
Ist denn eine Sectio, die nach bestimmten Krankheiten oder in besonderen Fällen pflichtgemäß gemacht wird, nich ein etwas ähnlicher “Zustand” – gut, sie wird später durchgeführt, einige Tage nach dem eingetretenen Tod – aber erst durch diese im Mittelalter noch so verpönten und verbotenen Leichnamsöffnungen konnte doch so vieles erst gelernt werden, was uns jetzt zugute kommt.
@Himmelhoch
ja, hatte beruflich in einer Berliner Uniklinik damit zu tun. So richtig dagegen bin ich nicht, eher zerissen. Der Umgang damit stört mich. Und solche Fälle, wo erst ein Herz transplantiert wird und dann muss Frau unbedingt schwanger werden, regen mich auf. Sowas hatte ich auch mal mit einer Nierentransplantierten. Sehr junge Frau, deren Eltern ganz unglücklich, weil ewig ihr krankes Kind gepäppelt und als “es” endlich einigermaßen gesund – durch Transplantation- war, “musste” sie schwanger werden. Nach dem Kaiserschnitt noch gesagt “ätsch, ich hatte recht, geht ja doch, die Ärzte sind doof…”, Kind gesund, Mutter nach 3 Wochen tot, richtig böse dann mit aufgeplatztem Bauch, Sepsis, Organversagen… Muss das sein? (Denke oft an das Kind, wahrscheinlich weil mein Sohn in ähnlichem Alter ist. Aber ohne Mutter ist doch Sch… und sich dann noch schuldig fühlen…)
Was Christine gesagt hat, gefällt mir. Man stirbt an einer Krankheit und nicht daran, dass man kein Organ bekommen hat. Gut zum Nachdenken.
Miki, ich komme (vor langer Zeit) auch aus dem med. Bereich, habe viele OPs und Sectios miterlebt. – So einen Fall mit einer toten Mutter u. überlebendem Kind habe ich in meiner Ausbildungsklasse gehabt. Die junge Frau schwer nierenkrank, die Mutter Ärztin. Alle haben abgeraten von der Schwangerschaft, aber es war ihre einzige Chance (5:95), sie wollte das Kind – und das ist wohl mit dem Vater und einer anderen Mutter sehr gut aufgewachsen.
Weißt du, wenn der Mensch Gott oder der Natur nicht schon so oft ins Handwerk pfuschen würde, könnte ich mich ja damit abfinden, dass Menschen an einer Krankheit sterben. Aber wenn so ein Kind einen angeborenen Herzfehler hat, den man therapieren kann und somit Eltern und Kind glücklich macht, warum soll man es dann nicht auch über den eigenen Tod hinaus versuchen.
Andere Länder sind da nicht so zartfühlend wie Deutschland, die machen Zwangsentnahmen. – Eine Hornhaut kann Augenlicht retten, eine Niere jahrelange Dialyse ersparen.
Ich schreibe ja im Moment gerade eine Paradiesgeschichte, die ernster gedacht ist als sie aussieht. Da habe ich schon oft gedacht, wie oft der Mensch jetzt schon versucht, “Gott” zu spielen, wie sehr er sich die Erde doch schon untertan gemacht hat bis zum Missbrauch aller Ressourcen.
Ich bin bestimmt kein 100% edelmütiger Mensch, aber wenn ich wüsste, dass ich mit meinem Tod ein Leben retten könnte, es würde mir den Ab- und Übergang leichter machen. Aber da hätte ich es mir eher überlegen müssen mit dem Abgang.
Über dieses Thema habe ich schon oft gegrübelt – ergebnislos.
Das ist eine schwere und heikle Frage.
Jeder muss das für sich selbst entscheiden
dürfen!
herzliche Grüsse
Elke
Ich habe schon ewig einen Organspendeausweis und Blutspenden gehe ich auch alle drei Monate, mein Mann alle zwei. Wir Frauen dürfen ja nur alle drei.
Ich bin auch bei der Knochenmarkspenderdatei registriert. Alles drei für mich kein Opfer und wenn ich damit mal jemandem helfen kann, umso besser.
@all: Ihr Lieben – leider kann ich mich aufgrund sehr schlechter Internetverbindung nicht so in die Diskussion einbringen, wie ich gerne wollte. Das wird morgen Abend wohl besser sein… nur so viel: Natürlich stirbt man aufgrund einer Krankheit und nicht wegen einer fehlenden Organ-Spende. Und ich habe geschrieben, dass das selbstverständlich jede/r für sich abwägen muss. Ich kann auch verstehen, dass man gespalten gegenüber dem Kinderwunsch in solchen Lebenssituationen stehen kann – gleichwohl ist für mich klar, dass man auch hier der Betroffenen das Recht der eigenen Entscheidung zugestehen sollte. Es ist schwer, für solche Situationen eine Balance zu finden – keine ist absolut richtig oder falsch, sondern muss individuell gesehen werden und damit für einen persönlich geltend.
Ich gehe schon seit mehr als 20 Jahren regelmäßig blit spenden. Auch meinen Organspendeausweis habe ich bestimmt schon über 5 Jahre immer in meiner Brieftasche!
Danke für diesen wichtigen Bericht!
Herzliche Grüße
Lucie
Einen Organspenderausweis habe ich, aber ich denke, daß sie von mir nichts mehr haben wollen, da zu alt.
Blut darf ich nicht spenden, obwohl ich AB negativ habe, das ist sehr selten.
Der Bericht war sehr interessant und nach meinem Ableben können sie von mir haben, was sie brauchen.
GLG Marianne
Wir haben heute wieder Blutspendetermin, allerdings nicht beim DRK. Die kriegen mein Blut ganz sicher nicht. Leider sind sie in ländlichen Gebieten oft die einzigen, die mit ihrem Mobil Blut einsammeln. Aber da bin ich eisern, keine Kleidung, kein Geld, kein Blut ans Rote Kreuz. Auch wenn andere Organisationen nur unwesentlich weniger kritisch zu sehen sind.
Hallo Gesa!
Auch wenn ich schon auf FB geantwortet habe, hier noch einmal für ALLE Leser:
Auf alle Fälle ist das lebensnotwendig!!! Was mich allein an der ganzen Sache stört, ist, dass ganz viele Ärtze niemals darauf aufmerksam machen. Ein Hinweis während eines Besuches beim Arzt wäre doch schon ganz gut. Zumindest hätte man da schon einen Gedankenkeim gesetzt. Ich bin seit Jahren bei verschiedenen Ärtzen gewesen, aber niemand hatte mich jemals darauf angesprochen. Ich kam alleine auf die Idee. Genauso ist das mit der Knochenmarkspende. Es ist so einfach sich typisieren zu lassen und es tut auch nicht weh, wenn man tatsächlich als Spender gefunden wird. Ich bin eine Spenderin und konnte schon helfen. Es ist ein wunderbares Gefühl! Und… wie gesagt, es hat nicht weh getan und ich lebe noch!
LG
Anne
…ich vergaß…ich bin nebenher auch noch Organspenderin!!!