Frau gzi-notiert macht mit bei der kulinarischen Reise um die Welt von Frau Landgeflüster und wir sind jetzt bei der 25ten Etappe angekommen…
Wir sind sozusagen wiederim Norden bei gzi-notiert zu Hause angekommen und wollen Labskaus essen – ein typisch nordisches gericht aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Dänemark…
gzi-notiert aß ihr erstes Labskaus in Hamburg im Rauch’s Old Commercial Room, einem traditionsreichen Hamburger Restaurant seit 1795 genau gegenüber vom Michel. dort bekommt man sogar eine Urkunde, wenn man dort am Captain’s Table Labskaus speist…
Überhaupt ist der Old Commercial Room sehenswert: Die Einrichtung ist alt und gediegen und überall hängen Fotos und Widmungen berühmter Gäste – eine Galerie, die sich sehen lässt!
Das Laubskaus nach gzi-notiertem Rezept geht folgendermaßen
(für 3 gute Esser)
700 g Corned Beef
1 große Zwiebel
600 g Kartoffeln
3-6 Eier
nach Bedarf Milch
Gewürzgurken
Rote Bete
3-6 Rollmöpse
Zwiebel schälen und fein würfeln, in der heißen Pfanne in etwas Olivenöl anschwitzen. Corned Beef ebenfalls würfeln. Aus geschälten, gegarten (Pell-) Kartoffeln mit Milch einen etwas flüssigen Kartoffelbrei machen, Zwiebeln und Corned Beef dazugeben und ebenfalls stampfen und gut heiß werden lassen – fleißig rühren, damit es nicht ansetzt. Mit Salz, Pfeffer und ggf etwas Rinderbrühe (Instantpulver) abschmecken. Auf den Tellern Gewürzgurken, Rote Bete und Rollmops anrichten, Labskaus dazugeben und die zu Spiegeleier gebratenen Eier obendrauf legen. Guten Appetit.
Hier geht’s nun zur letzten Etappe der Kulinarischen Weltreise von Frau Landgeflüster!
Nicht vorenthalten möchte gzi-notiert ihren werten LeserInnen ein wunderbares Seemanns-Labskaus-Gedicht, das sie von einer Postkarte hat. Gern würde gzi-notiert den Urheber nennen, doch von wem es ist, steht da leider nicht (und auch im Internet fand sie keinen Hinweis)
Was wär, am Ende, lieber Gott
die ganze Seefahrt wert,
ständ nicht zuweilen so ein Pott
mit Labskaus auf dem Herd!
Und fragt man einen Seemann mal,
ob Labskaus oder Kuß
ruft er: “hier gibt es keine Wahl,
ich bin für beides – Schluß!”
Erst kippt er einen scharfen Schnaps,
noch besser kippt er zwei,
dann folgt mit einem einzigem Happs
das ganze Spiegelei!
Und wenn es von den Lippen kleckt,
das ist ihm völlig wurscht,
Hauptsache, dass es richtig schmeckt.
und dann – zum Schluss – der Durscht.
Und während er das Kinn abwischt
sind alle Sorgen fern.
Zufrieden denkt er, wenn es zischt:
“jetzt leb ich wieder gern”.
Was sagt der Arzt – der Bauch muss weg
das Herz ist überlastet.
Das schert mich heute einen Dreck,
ab morgen wird gefastet.
Dem Laien ist das Labskaus fremd,
weshalb er ihm mißtraut.
Sein Aussehn ist es, das ihn hemmt,
es scheint so vorgekaut.
Er ahnt nicht, was sich drin verbirgt
und wittert allerlei.
heimtückisch schielt, indem er würgt,
das fette Spiegelei.
Das ganze schmückt ein dichter Kranz
von Rotebetsalat.
Was ist denn das? Ein Heringsschwanz!
Verdächtig in der Tat!
Doch lässt er, aquavitgestärkt,
dem Schicksal seinen Lauf,
und zwischendurch, wenn’s keiner merkt,
stößt er mal kräftig auf.
Die Schüssel wandert hin und her
und munter wird gezecht
und hat man keine Zähne mehr
dann schätzt man es erst recht!
Es schmeckt sogar bei Stärke 10
auf wildgewordner See,
und fängt es an, sich umzudrehn,
dann geht man schnell nach Lee.
Und wenn man es dann wiedersieht
genauso wie es war,
dann ruft man bloß:
“Ach lass man, Schiet,
es schmeckt doch wunderbar!”















Nein nein nein, liebe Gesa, NEIN!
Also das möchte ich bitte nicht essen.
*g*
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Ich wünsche dir und deinen Lieben einen wunderschönen Sonntag,
ganz herzliche Grüße!
Heike
Klingt gut. Ich glaub, das probieren wir mal aus, wenn wir im Norden weilen.
Ohhh, soooo lecker, das mag ich wahsinnig gerne. Köstlich!!!
GLG Marianne
Oh, jetzt hast du Erinnerungen geweckt, meine Ex-Schwiegermutter kam aus Bremen und hat das mal gekocht, als ich zu Besuch war. Ich fand es wahnsinnig lecker!! Und obwohl ich mir das Rezept hab geben lassen,kriege ich es einfach nicht so hin
LG Lucia
@Paradalis: Da stehst Du wohl mit Deiner Meinung allein auf weiter Flur
@all: Es ist aber auch sowas von lecker!!!
Ich habe das durch Heiko vor Jahren kennen gelernt – am Anfang war ich auch ein wenig skeptisch, aber die Skepsis war unangebracht. Leider habe ich es danach nicht wieder gegessen.
Lieben Gruß von “uns” – wir sitzen gerade an drei PCs und jeder kommentiert und erzählt was anderes. Herrlich!
So eben hat sich die Frage, was koche ich heute, geklärt.
DANKE! SooooLecker!!!!
@Clara: Na, dann weiß ich ja, was ich mache, wenn Dich Deine Rösser mal herführen sollten
Grüße an Euch zurück und weiterhin viel Spaß!
@Birgit: Ziemlich schnell gemacht (so man alles da hat) und so gut!!!
Ich mag bei Euch allen momentan gar nicht so intensiv gucken
überall gibt es soo leckeres Essen… Menno: Hunger!
Bei mir ist die Küche zu sehr eher verweist.
Labskaus ist fester Bestandteil unseres Speiseplans, auch wenn wir nicht im Norden wohnen. Aber meine Mutter war aus Bremerhaven, die Familie meines Mannes aus Cuxhaven, da liegt Labskaus nahe. Allerdings nicht mit Rollmops, sondern mit Matjes!
Im Old Commercial waren wir auch schon, sehr gemütlich.
Herzliche Grüsse Brigitte
suuuuper – Das muss ich dringend auch mal wieder essen !!!
Ich habe Labskaus seit meiner Kinderzeit nicht mehr gegessen. Da machte es mein Vater, ein gebürtiger Kieler, gelegentlich. Damals fand ich es – nun ja, allein der Anblick verdarb mir den Appetit.
Ob es mir wohl heute schmecken würde, frage ich mich schon. Denn bekanntlich ändert sich der Geschmack ja…
Gesa, da freue ich mich ab sofort drauf – das wäre wirklich supersuperklasse!