Archiv für die Kategorie „gzi – regionalnotiert“
… ja, ja, nun ist es soweit, die “fünfte Jahreszeit” hat begonnen, jedenfalls, wenn man im Rheinland lebt. Hier oben im Norden bekommt man ja – Gott sei es gedankt
– nicht so viel davon mit, aber doch zunehmend mehr. In der Kleinstadt Eckernförde jedenfalls gibt`s seit 2007 auch Karneval – sogar mit Umzug. Der kleinste Rosenmontagsumzug startete im Jahr 2007… mit einer = 1 (!) Person. Das war Cordula Thonett, die aus dem Kölner-Dreigestirn Prinz, Bauer und Jungfrau kurzerhand Eckernförder Prinz, Fischer und Meerjungsfrau machte. In diesem Jahr konnte sie bereits über 400 Teilnehmer für ihren Rosenmontagsumzug begeistern. Kein schlechtes Wachstum und das bei uns “trockenen Norddeutschen”. Unterstützung bekommt sie dafür auch von der Stadt Eckernförde bzw. dessen Kulturbeauftragten, Seven Wlassack.
Die Puppenspielerin Thonett verkündete ihr Umzugs-Motto für den 13. Februar 2010: “Farbe bekennen”. Das macht es einerseits einfach, denn etwas Buntes hat ja wohl jeder im Schrank und ein wenig politische Ironie darf auch gerne mit ins Spiel kommen, das ist dann umso besser, meint Thonett. Aber unter uns Nordlichtern: Erst mal kommt Advent, dann Neujahr und dann – ursprünglich ab Heilige drei Könige (6. Januar) - gibt`s meinetwegen Karneval. Der beste – und von mir immer freudig begrüßte und vielgekaufte – Fastnachtsbrauch sind für mich als waschechtes Nordlicht ohnehin die Heißen Wecken (Heiteweggen) … Aber am Aschermittwoch, ja dann ist alles wieder vorbei…

Die Band Undercover begeisterte das Publikum

GTV-Tanzsparte mit ihrer Wild West Choreographie
Der Gettorfer Turnverein feierte gestern Nacht seinen 120. Geburtstag mit dem Stiftungsfest. Getanzt wurde bis morgens um 4 Uhr zu den mitreißenden Klängen der Hamburger Spitzenband Undercover, die nicht nur für tolle Partymucke sondern auch für klasse Kostüme und ihre ABBA Performance bekannt ist. Rund 280 Gäste nutzten ausgiebig die Tanzfläche zum Schwoofen, aber auch die Sekt- und Cocktailbar zu Gesprächen rund um Gettorfer Sport- und sonstige Themen. Gut kam auch die Happy Hour von 20 bis 22 Uhr an – vor allem natürlich für die leckeren Cocktails (auch ohne Alkohol erhältlich). Das alles und auch die klasse Darbietung der GTV-Tanzsparte mit einer “Wild-West” Choreographie sorgte für ausgelassene Stimmung während des gesamten Abends.
Wollt Ihr noch die drei originellsten Gründe wissen, die gestern zum Mitfeiern angegeben wurden? Hier die Hitliste:
1. Platz: Weil mein Mann mit Beate fremdgegangen ist
2. Platz: Weil ich Schweinegrippe habe – und nicht allein sein wollte
3. Platz: Weil ich mein Schnäppchen als einzigartiges Kleid präsentieren wollte und auf das gleiche Kleid traf
Für mich steht zweifelsfrei fest: Ich bin im nächsten Jahr wieder dabei. ihr Auch? Dann merkt Euch den 6. November 2010! Da heißt es ab 19 Uhr: Einlass zum 121. Stiftungsfest!
Wie oft sieht man Jugendliche nur rumlungern, hört sie sagen “lass uns in Ruhe, wir haben keinen Bock”… oder man liest von Exzessen und Koma-Saufen. Zwei sehr interessante Projekte allerdings machen Mut, nicht die Hoffnung aufzugeben und immer wieder dran zu bleiben, Jugendliche zu motivieren, auf sie zuzugehen und eben auch, Ihnen zuzuhören und Ihre Bedürfnisse zu erfragen und sie mit dem anzusprechen, was sie interessiert und auf eine Art, die die ihre ist.
In Eckernförde wurde am vergangenen Sonntag – um 10 Uhr bei Schmuddelwetter; beides nicht gerade Anziehungskriterien für Jugendliche – der Skaterpark mit einem groflächigen Graffiti-Projekt versehen und ein großer Grill mit Feuerstelle installiert. Die Stadt trug die Kosten ( 250 € für Material) und Streetworkerin Heike Peuster übernahm die Organisation. Für die künstlerische Leitung konnte Michel Wende gewonnen werden, der in der norddeutschen Sprayer-Szene einen Namen hat. Mit 20 jungen Leuten wurden mehrere an den Zaun zur benachbarten Kleingartensiedlung aufgestellte MDF-Platten gestaltet, die nun zur “Graffiti Hall of Fame” werden. Jörg Sibbel, Eckernfördes Bürgermeister, überzeugte sich am Sonntag noch selbst von der Arbeit, die er als “wirklich gelungen” kommentierte.
Ein anderes tolles Beispiel kommt vom Haus der Jugend in Gettorf: Um zu zeigen, dass man auch ohne “Vorglühen”, Koma-Saufen und vorprogrammiertem Absturz Spaß haben und ordentlich feiern kann, findet am Freitag und Samstag (6. und 7. November 2009) “Rock gegen Alk” statt. Mit Unterstützung von Experten will die Leiterin Stephie Johannsen aufzeigen, wohin maßloser Alkoholkonsum führen kann. Vier Stammbesucher des Haus der Jugend haben sich extra für diesen Anlass zu JIMs Barkeepern ausbilden lassen. JIM steht für “Jugendschutz im Mittelpunkt” und ist eine Aktion der Landessuchtstelle Schleswig-Holstein. U.a. erklärt Dietmar Benz von der Polizeidirektion in Neumünster, welch schlimme Folgen es haben kann, wenn Jugendliche Komasaufen. Am Samstag ist im Haus der Jugend ein Erlebnis-Parcours aufgebaut, der von Besuchern ab 12 Jahren durchlaufen werden kann – 1. Station: die Komaparty, weitere Stationen: Persönlichkeitstest, Wissen um Alkohol, sowie die Drunk Buster Brille, die realitätsnah simuliert, wie man die Welt mit 1,5 Promille sieht. Am Samstag Abend dann geht die Party los: “The Vang” aus Neumünstzer und die Gettorfer Schülerband “Robert und die Anderen” machen Rock gegen Alk. Anmeldungen: 04346-413874 oder per eMail
Der Countdown läuft; am kommenden Samstag, 7. November, ist es endlich soweit: In Gettorf wird wieder das Tanzbein geschwungen. Der Gettorfer Turnverein (GTV) wird 120 Jahre! Aus diesem Anlass wird richtig gefeiert und zwar mit einem Ball ab 20 Uhr im KuBiZ (am Schulzentrum) in Gettorf. Wer mitfeiern möchte, kann dies noch tun – einige Restkarten sind noch zu haben. Das Organisationsteam hat sich noch etwas ganz Besonderes ausgedacht: Als Anreiz, um von Anfang an dabei zu sein, gibt es von 20 bis 22 Uhr eine ‘Happy hour’ . d.h., alle Getränke im Glas kosten während dieser Zeit nur die Hälfte. Weiteres Highlight des Festes ist sicher die Location an sich, denn bislang hat das KuBiZ noch für keinen Ball seine Türen geöffnet. Die Dekoration stellte da eine besondere Herausforderung dar. Festlich dekorierte Tische und spezielle Lichteffekte sorgen für eine außergewöhnliche Atmosphäre.
Mit der weit über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus bekannten Band Undercover ist erstklassige Musik und Stimmung garantiert. Ihren guten Namen hat sie nicht nur wegen ihrer guten ABBA-Performance, sondern weil sie so richtig zum Tanzen einheizt. Und wenn nach soviel Bewegung später der ‘kleine Hunger’ aufkommt: Dagegen gibt es Kleinigkeiten und Snacks, sowie Gelegenheit, an diversen Bier-, Sekt- und Cocktail-Bars ein Päuschen und Pläuschchen einzulegen. Ich bin auf alle Fälle dabei – und hoffe, Sie auch!
Karten für 25,- Euro sind erhältlich montags 18-19 Uhr, dienstags 15:30-17 Uhr und freitags von 9:30-11 Uhr, GTV-Vereinsheim, Kirchhofsallee 28. 1












