Archiv für die Kategorie „gzi – weltnotiert“
Wie rundumkiel im Selbsttest “Nackte Tatsachen, zu schwer” feststellte, haben wir alle ganz schön viel Fett.
Aber nun las ich eine unglaubliche aber wahre Gruselstory: In Peru ist eine Gangsterbande aufgeflogen, die möglicherweise Dutzende von Menschen ermordet hat, um den Opfern das Fett “abzusaugen” (das Fett wurde Medienberichten zufolge über Feuer geschmolzen und in Wannen aufgefangen). Dies wurde dann in leere Limoflaschen gefüllt und an Kosmetikfirmen in Europa verkauft: für 15.000 Dollar (10.000 Euro) je Liter, sagte die Polizei. Bei einem schlanken mann mit ca. 10Litern fett macht das locker 100.000 Euro.
Wie die peruanische Presse berichtet, gestanden die Festgenommenen die Ermordung von mindestens fünf Menschen. In zentralperu, ca. 400 km von Lima, wo die Bande ihr Unwesen trieb, werden noch weitere 60 Menschen vermisst, zumeist arme Bauern. Dabei stellt sich aber gleich die Frage: Warum das alles? Menschenfett wird schon lange nicht mehr für Salben oder ähnliches verwendet. Und falls es doch noch jemand brauchen sollte, ist genügend davon auf legalem Wege in Europa zu bekommen. Nämlich über die vielen Schönheitskliniken, die ihren Patienten die überflüssigen Wohlstands-Pfunde absaugen. Der Clou bei diesen Kliniken: Sie saugen das Fett an einer Stelle, an der es stört für ein fettes Honorar ab – und spritzen es gegen Falten an anderer Stelle, ebenfalls für fettes Geld, wieder ein. Für das Faltenunterspritzen muss Eigenfett genommen werden, weil es sonst zu Immunreaktionen kommen an.
Die Polizei sagt, die Käufer des peruanischen Menschenfetts seien Firmen in Euroa, unbestätigterweise primär Italien, möglicheweise auch Deutschland, gewesen. Menschliches Fett wird auch für einige Kunstwerke genutzt – aber auch dafür bekommt man normalerweise das fett legal aus Kliniken. Es bleibt eine skurrile, gruselige Sache, diese Morde und die Frage nach dem Verbleib des Fetts. Da krieg ich doch lieber auf andere Art und Weise mein Fett weg …

Selbstverständlicher Luxus in jedem Haus in unserem Land: Eine Toilette mit fließendem Wasser
Manches mutet auf den ersten Blick skurril an, ist es aber keines wegs. Welttage gibt es mittlerweile für fast alles und seit 2001 ist eben der 19. November der Tag für das “stille Örtchen” (und Gedenktag an die Heilige Elisabeth und Tag der Philosophie). So kann man dann mal ganz im stillen in sich gehen und daran denken, wie gut wir es haben.
Eine saubere Toilette mit Toilettenpapier, funktionierender Spülung, fließendem Wasser und Seife zum Händewaschen sind für uns Selbstverständlichkeiten. In unserer Wohnung haben wir allein drei Toiletten. bei uns in Deutschland freut man sich zurzeit über solch banale Dinge, dass hierzulande mal wieder häufiger zur Seife nach dem Klogang gegriffen wird, weil gerade die Schweinegrippe grassiert. Und wer auf Massenveranstaltungen schon mal die Dixi-Klos aufsuchen musste, weiß wie gut wir es im Alltag haben.
Längst sind bei uns Mietshäuser passé, in denen es noch “Etagenklos” gab. In solchen alten Häusern werden die auf halber Treppe befindlichen ehemaligen Aborte mittlerweile als Abstellräume genutzt. Wer denkt aber bei seiner “Sitzung” daran, welch Luxus das eigentlich ist… selbst Dixiklo und Etagentoilette wären Luxus für die 2,5 Milliarden (!) Menschen (die vereinten Nationen sprechen von mehr als 40% der Weltbevölkerung), die keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen und sauberem Trinkwasser haben.
Sandy ist traurig und glücklich zugleich. Sandy ist eine kleine Brillenpinguin-Dame im Allwetter-Zoo Münster. Ihr Pinguin-Partner Tom ist kürzlich verstorben und seitdem hängt ihr Herz wieder an ihren Tierpfleger Peter Vollbracht. Die kleine Dame von knapp 50 cm Höhe umwirbt den 47-jährigen heftig und weicht ihm nicht von der Seite. Pinguine leben monogam und sind sehr treu. Vollbracht war schon einmal Sandys Bezugsperson, als sie 1996 als 5-monate altes Pinguinküken in den Zoo kam. Vollbracht brachte ihr damals das eigenständige Fressen bei und meint, Sandy sehe wohl eine Art “Riesenpinguin” in ihm. Damals tourten die beiden als Gespann durch Talkshows und Kindergärten und brachten dem Zoo viel Publicity. Dies änderte sich, als Vollbracht längere Zeit krank war. Da verliebte sich Sandy in den Artgenossen Tom und lebte fortan wie ein normaler Pinguin 10 Jahre mit ihm glücklich und zog sogar zwei Küken auf, bis Tom nun starb. Da erinnerte sie sich wieder an ihren damaligen Beschützer. Jetzt hofft Vollbracht, dass Sandy sich in der nächsten Brutsaison wieder in einen Artgenossen verliebt.
Menschenskinder ist ein Ausruf des Erstaunens oder wenn uns etwas gefällt. Am 20. November hat die UN-Kinderrechtskonvention ihren 20ten Jahrestag. 20 Jahre Einsatz zum Wohle von Kindern. Die Kinderrechtskonvention listet 10 Grundrechte von Kindern auf: Dazu zählen u.a. das Recht auf Gesundheit, auf Bildung und Ausbildung, auf Freiheit, Spiel und Erholung, Schutz vor Grausamkeit, Ausnutzung und Verfolgung. Das ist toll! – Aber tun wir genug? Können wir Kinder nicht besser schützen, als wir es tun?
Über Menschenkinder kann man immer noch so vieles schreiben, was – mir – gar nicht gefällt, was uns aber alle angeht, was wir alle (eigentlich) wissen und wogegen wir alle (eigentlich) etwas tun müssten: Denn wie die Hilfsorganisation Unicef gestern bekannt gibt, lebt fast jedes zweite Kind in einem Krisenland. Unfassbare Brutalität und Gleichgültigkeit erleben sie dort, werden auf der Flucht von ihren Eltern getrennt, sexuale Gewalt und Kinderhandel gehören in Krisengebieten zur Tagesordnung. Eine Viertel Million Jungen und Mädchen müssen als Kindersoldaten dienen…
Aber wir müssen gar nicht so weit gucken. Deutschland ist einhochentwickeltes Land: Trotzdem lebt – wie eine am 1. September veröffentlichte OECD-Studie zeigt – bei uns jedes 6te Kind in relativer Armut (d.h. weniger als 50% des Durchschnittseinkommens). Im OECD-Durchschnitt ist es nur jedes 8te Kind, in Dänemark sogar nur jedes 37te Kind. Dabei gilt gerade Deutschland als vorbildlich bei den Sozialausgaben für Kinder und gerade auch Bildung. Untersucht hat die OECD ihre 30 Mitgliedsländer im Hinblick auf Wohlbefinden und Chancengleichheit der Kinder. Dabei wurden finanzielle Ausstattung der Haushalte, medizinische Versorgung und elterliche Zuwendung begutachtet. Der Deutsche Bildungsserver hat eine interessante Linkliste zum Thema Kinderarmut… für alle, die sich zum Thema weiter informieren möchten.
Mann, oh Mann, was bin ich froh, dass ich Anton habe. Anton ist mein Mischlingsrüde, äußerst schnell und äußerst wachsam. Und – toi, toi, toi – eingebrochen wurde bei uns noch nicht. Aber ob ich mich im Zweifelsfall so verhalten würde, wie eine Frau im US Bundestaat Athens, weiß ich nicht. Die hatte nämlich keinen Wachhund. Und als sie neulich tief in der Nacht hörte, wie sich ein Einbrecher an ihrer Haustür zu schaffen machte, ging sie deshalb flgs in die Hocke, knurrte selbst wie ein Hund und kratze an der Tür. Da bekam der Ganove Angst und haute ab… dies ist so zu lesen im dazugehörigen Polizeibericht. Obgleich die Frau Erfolg hatte, machen sich nun ihre Nachbarn über sie luistig und fragen, ob sie denn auch eine Hundemarke trage.
Anton trägt selbstverständlich seine Steuermarke, seine Heimatadresse und seine Tassomarke stolz am Halsband. Und ganz unter uns: Er wird schon sauer, knurrt laut und bellt auch mal, wenn sein Schlag gestört wird, weil Leute meinen, nachts lautstark auf dem Bürgersteig vor unserem Haus diskutieren zu müssen. Erst recht würde ich keinem Einbrecher raten, bei uns einzusteigen, der Kleine hat Terriergene, ist bei unliebsamen Menschen ein verdammt flinker Hackenbeißer und versteht überhaupt keinen Spaß, wenn man ihm oder uns die Sachen oder sein Futter klauen will. Also besser: Finger weg.
brüllendes Baby © Erich Kasten/Pixelio
Das Geschrei von 60 Babys wurde untersucht und heraus kam: Babys bevorzugen für ihr Weinen und Gebrüll genau die Melodiemuster, die für ihre jeweiligen Muttersprachen typisch sind. Grund: Die Neugeborenen haben im Mutterleib die Sprache ihrer Eltern verinnerlicht und damit auch deren Betonungen. Herausgefunden hat das mit ihrem Team die Würzburger Wissenschaftlerin Mathleen Wermke, die Leiterin des Zentrums für frühsprachliche Entwicklung und Entwicklungsstörungen am Uniklinikum Würzburg ist. Deutsche Babys beginnen häufiger mit einem Maximum in ihrer Schreimelodie, die dann zum Ende hin abfällt, während französische Babys eher das Ende stärker betonen.
Londons Bürgermeister Boris Johnson und sein Fahrrad sind bekannt. Auch als die Briten 2008 wegen Benzin-Engpässen Schlange stehen mussten, riet er zum Umsteigen auf`s Rad. Und erst vor ein paar Tagen wäre er beinahe von einem rasenden LKW überfahren worden, wie die Süddeutsche berichtet. Nun war der radelnde Bürgermeister das Glück im Unglück für eine Frau, die nachts von drei aggressiven Mädchen mit einer Eisenstange angegriffen wurde. Das Ganze begann mit einem Schubs gegen ein Auto und das Opfer, Franny Armstrong, Umweltaktivistin und Filmemacherin, fand`s erst noch lustig, denn die Mädels schienen ihr höchsten zwölf Jahre alt. Doch dann sah sie, dass eine eine Eisenstange in der Hand hielt und rief um Hilfe, als ein Radfahrer in der Nähe war. Erst als dieser sich näherte, erkannte sie den Bürgermeister, der die Minderjährigen in die Flucht schug und Armstrong nach Hause begleitete.












