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Artikel-Schlagworte: „Auto“

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Was verleiht man/Mann nicht? Füller, Frau und Fahrzeug? Ein anderes Sprichwort sagt: Geld regiert die Welt und beim Geld hört die Freundschaft auf – aber nach einer Umfrage des Magazins “Readers Digest” gilt dies nur für die Hälfte der Deutschen. Mehr als jeder Zweite (54 Prozent) würden einem Freund in Not 1000 Euro leihen. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland wären sogar 64 Prozent bereit, Freund oder Freundin finanziell zu unterstützen. Die als knauserig bekannten Baden-Württemberger liegen mit 50 Prozent unter dem Durchschnitt.

Großzügig ist unser Volk auch, wenn es darum geht kostspielige Werkzeuge wie eine Bohr- oder Nähmaschine zu leihen. Letzteren Fall hatten wir gerade im Bekanntenkreis, da war das Ding statt ein paar Stunden auf einmal zwei Monate weg und erst das Nachfragen brachte das Maschinchen wieder in heimische Gefilde. Nicht, dass ich es gebraucht hätte, aber… Auch bei der Frage, ob dem Freund geholfen werde, wenn dessen Fotoapparat kurz vor einer Reise kaputt geht, zeigten sich die 1006 Befragten generös: 80 Prozent würden ihm die eigene Kamera mit auf den Weg geben. Aber das Auto, ja da stellen wir uns auf einmal an, das wird nicht so leicht herausgerückt. Nur 54 Prozent, würden einem Freund den eigenen fahrbaren Untersatz anvertrauen. In Sachsen und Thüringen rücken sogar zwei von drei Befragten den Schlüssel nicht heraus. Aber vielleicht sind wir selbst zwischenzeitlich nur zu faul zum Laufen und es hat gar nichts mit Vertrauen oder der Freundschaft zu tun?

Alle reden immer noch von der Wirtschaftskrise. Keiner mag angeblich so richtig mit dem Geld rausrücken. Alle drehen den Penny – den Cent – zweimal um und jammern “wie teuer alles bloß geworden ist”. Sogar Mitgliedschaften im Sportverein (9 Euro im Monat) werden gekündigt – weil man es sich nicht mehr leisten kann…

Andererseits: Schaut man sich in teuren Fitness-Studios, bei MC Donald, Burger King, in Backerien oder in Cafés und take-away Shops für Kaffee, Kuchen, Fast-Finger-Food um: Da steppt der Bär, da wird getrunken, gemampft und weggetragen, was die Hände tragen können. Und das bei Höchstpreisen, da wird mir schlecht, wenn ich Preis-Leistung, Preis -Menge, geschweige denn Preis-Nährwert ins verhältnis setzt – von den Kalorien mal abgesehen.
Vor einem Wochenende mit Feiertag mag ich schon gar nicht mehr einkaufen gehen… man hat in den Supermärkten das Gefühl, am nächsten Tag bricht der dritte Weltkrieg aus und es gibt nichts mehr zu kaufen. Beladen bis zum Rausfallen sind die Einkaufswagen. Ich frage mich: Hab’ ich was verpasst? Wo ist da der Zusammenhang?
Und dann das Thema Benzinpreise: Alle schimpfen, meckern … und fahren doch weiter Auto. Trotz aller Appelle zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel fahren die meisten Berufspendler weiter mit dem Auto – fast 60 Prozent, nur 13 Prozent fahren mit Bus und Bahn. Die Zahlen gleichen denen des letzten Jahres – trotz gestiegener  Benzin-Preise und Klima-Debatte. Klar: Bus- und Bahnpreise sind auch gestiegen, so’n Auto muss ja auch mal bewegt werden, meistens ist das Wetter schlecht (oder zu gut) und die Einkäufe kann man (bei den Mengen) ja auch gar nicht anders transportieren. Das Auto ist halt der Deutschen liebstes Kind …

gzi

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