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Als Beispiel einer Kirche hier die Paulskirche in Frankfurt
Wenn der Gläubige beginnt, das Weihwasser zu meiden, so zeigt das: Die Angst vor der Schweinegrippe ist auch in den Kirchen angekommen und Gottvertrauen allein hilft nicht unbedingt weiter, um dieser Angst zu begegnen. So gibt es seit letzter Woche erstmals allgemeine Handlungsempfehlungen der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn für den Infektionsschutz in Gottesdiensten. Dennoch herrscht Verunsicherung: Abendmahl, Weihwasser, Mundkommunion, Friedensgruß – wie gefährlich sind diese Riten in Zeiten der Schweinegrippe? In den meisten Gemeinden einigte man sich schnell auf das Abendmahl “Intinctio”: Dabei wird nicht mehr wie üblich aus einem gemeinsamen Kelch getrunken, sondern die Abendmahlsoblate wird nur in den Kelch eingetaucht. Die “Intinctio” ist unbedenklicher als das traditionelle Abendmahl, bestätigt eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums. Für viele aber ebenso wichtig: “Theologisch gesehen ist auch das Abendmahl ‘Intinctio’ ein vollwertiges Abendmahl”, versichert ein Pfarrer. Auch die katholische Kirche passt sich dem Infektionsrisiko an: “Es ist nicht zwingend notwendig, sich beim Friedensgruß die Hand zu reichen, ein freundliches Nicken kann ebenfalls ein Zeichen des Friedens sein”. Eine bistumsübergreifende Regelung gibt es aber nicht. Meistens richtet man sich nach den Handlungsempfehlungen der Bischofskonferenz.
Diese empfiehlt als Grundverhaltensregel: “Wer an der Grippe erkrankt ist oder bei wem der Verdacht auf Erkrankung besteht, soll auf die Teilnahme an Gottesdiensten verzichten. Auch eine Zurückhaltung bei der Nutzung des Weihwasserbeckens in den Kirchen” sei geboten. “Das bedeutet aber nicht, dass die Weihwasserbecken jetzt trockengelegt werden sondern nur, dass Ängstliche es besser nicht benutzen”, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bischofskonferenz.












