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Artikel-Schlagworte: „Matthias Claudius“

Maiskolben im Sonnenuntergangslicht

Eines der bekanntesten Erntedanklieder ist natürlich “Wir pflügen und wir streuen” von Matthias Claudius, das auch heute beim Erntedankgottestdienst gesungen wurde, den Frau gzi-notiert mit Herrn rundumkiel besucht haben.

Claudius gehörte übrigens zum “Emkendorfer Kreis” – einem literarischen Zirkel, der sich um Julia zu Reventlou Ende 1790 auf Diesen Beitrag weiterlesen »

Ich denke an Dich, liebe Mutti...

Eben habe ich Dir einen Gruß gebracht, an jedem Tag lebst Du in meinen Gedanken. Auf so viele Fragen kannst Du mir leider keine Antwort mehr geben. Du warst viel zu lange krank, bist viel zu früh und viel zu jung von uns gegangen und hast niemanden wissen lassen, wie stark Deine Schmerzen und wie groß Deine Angst wirklich gewesen sein mögen.

Du warst unendlich tapfer und voller Vertrauen. Ich bin sicher, dass es irgendeine Verbindung gibt und Du weißt, wie das Leben hier weitergeht.

Heute wäre erst Dein 69. Geburtstag, auf dem Bild, das ich nahe meinem Schreibtisch stehen habe, bist Du erst 18 Jahre. Du fehlst mir so sehr!

Eines Deiner liebsten Lieder war das “Abendlied” von Matthias Claudius:

Wie ist die Welt so stille;
und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold!
Als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt.

Seht ihr den Mond dort stehen? -
Er ist nur halb zu sehen,
und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil unsere Augen sie nicht sehn.

Gott, laß uns Dein Heil schauen,
auf nichts Vergänglichs trauen,
nicht Eitelkeit uns freun!
Laß und einfältig werden
und vor Dir hier auf Erden
wie Kinder fromm und fröhlich sein!

Wollst endlich sonder Grämen
aus dieser Welt uns nehmen
durch einen sanften Tod!
Und, wenn du uns genommen,
laß uns in den Himmel kommen,
Du unser Herr und unser Gott!

gzi

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