Artikel-Schlagworte: „Sprengstoffherstellung“

Vorsicht auf Flughäfen – Herzmedikamente können Bombenalarm auslösen. Das hat Frau gzi-kielnotiert jetzt in einem Artikel der Ärztezeitung gelesen. Wer kennt sie nicht – die verschärften Kontrollen auf Flughäfen und jetzt die Diskussion um die Naktscanner. Natürlich hat gzi-kielnotiert wie jeder andere Mensch dafür Verständnis, schließlich geht es nicht zuletzt um die eigene Sicherheit. Trotzdem ist es ärgerlich, wenn Sohlen oder Absätze der eigenen Schuhe doppelt geprüft werden, wenn man kleine Fläschen kauft, um sie durch die Kontrolle zu bekommen und sie trotzdem nicht mitnehmen darf, weil irgendeine klitzekleine Besonderheit fehlt. Als ob gzi-kielnotiert aussähe wie eine Attentäterin…. Aber jetzt lösen zunehmend Herzmedikamente irrtümlich Bombenalarm und das kann ganz schon ärgerlich sein. Auslöser für den “falschen” Alarm ist dabei der gefäßerweiternde Stoff Nitroglycerin.

Illustration: Marcus Stark/pixelio.de

Illustration: Marcus Stark/pixelio.de

Auf allen deutschen Flughäfen mit Auslandsflügen werden nämlich Geräte zur Sprengstofferkennung der Firma Thermo Fisher Scientific eingesetzt. Dabei nehmen Kontrolleure mit einem Spezialtuch oder einer Art Handstaubsauger Partikel von Oberflächen wie Fön, Laptop,  Rasierer und geben dies zur Untersuchung in ein Egis-Gerät, in dem dann Gas-Chromatographen die Stoffe untersuchen, ob sie chemische Substanzen enthalten, die zur Sprengstoffherstellung geeignet sind. Dabei können das natürlich auch ganz harmlose Stoffe sein, wie sie eben z.B. in Kunststoffen oder eben Herzmedikamenten verwendet werden. Meist bleiben bei der täglichen Einnahme der Tabletten Rückstände an den Händen, die dann auf benutzte Geräte übertragen werden. Minimalste Spuren reichen den Geräten aus, um anzuschlagen, aber wenn es weniger sensibel eingestellt ist und dann tatsächlicher Sprengstoff an Bord gelangte, das fände gzi-kielnotiert auch alles andere als schön. Und Fehlalarm sei das auch nicht, wie gzi-kielnotiert sich belesen hat, denn die Geräte zeigen ja richtige Substanzen an – nur das die eben harmlos vewendet werden…
Ärgerlich war’s vor allem für zwei Frauen, deren Fön diese Spuren aufwies und die dadurch ihren Flug zu einer Safari verpassten. Weder Reiseveranstalter, noch Fönhersteller und auch die Bundespolizei wollten für den entstanden Schaden aufkommen. Hätte man sich von dem Fön nicht einfach trennen können wie von oft beanstandeten Flüssigkeitsfläschen, fragt sich gzi-kielntoiert.

P.S. Wie gzi-kielnotiert jetzt von dem Kollegen Eckhard Stengel, der den Artikel recherchierte und früher sogar mal ganz in der Nähe von Frau gzi-kielnotiert wohnte, erfahren hat, durften sich die beiden Frauen – wie vermutet – nicht einfach von dem corpus delicti trennen und mussten bis zum Abschluss der Untersuchungen in der Kontrollschleuse bleiben, weshalb sie ihren Flug verpassten.

gzi

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